Wohlfühloasen für Bienen in Gärten und auf Agrarflächen

Bienen sind ein essenzieller Bestandteil einer funktionierenden und florierenden Tier- und Pflanzenwelt.

Foto: Land OÖ

Foto: OÖ Bauernbund

„Die Landwirtschaft ist auf Bienen angewiesen, der Bienenschutz ist daher im Interesse der Bäuerinnen und Bauern.“ Mit diesen Worten stellt sich der Landesobmann des OÖ Bauernbundes, LR Max Hiegelsberger, gegen die neuerlichen Vorwürfe von LR Rudi Anschober gegenüber der Landwirtschaft. Österreich hat mit dem Verbot von drei Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide vor mehr als drei Jahre für Mais, Kürbis, Sonnenblume, Winterraps und Wintergetreide eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Szenarien, welche LR Anschober von einer ausgeräumten, monotonen Agrarlandschaft zeichnet, entsprechen daher keinesfalls der Realität. „Ich lade Rudi Anschober gerne ein, mit mir eine Rundfahrt durch die vielfältige Kulturlandschaft Oberösterreichs zu machen. Er kann sich dabei selbst ein Bild über die intakten Ökosysteme machen und braucht nicht Meinungen anderer – vorzugsweise von NGOs - übernehmen“, so Hiegelsberger. „Aber mit Bienenschutz lässt sich nach wie vor gut Politik machen!“

Spannungsfeld Pflanzenschutz und Bienenschutz

Der vergangene Winter hat gezeigt, dass es Imker und Bienen nicht leicht haben. Die Bedrohungen waren und sind vielfältig. Sie wurden in der jüngsten Zeit durch das nahezu explosionsartige Ausbreiten der Varroa-Milbe für viele Imker existenziell. „Als Hauptgrund für die Völkerverluste wird von Imkerinnen und Imkern gemäß dem aktuellen Leistungsbericht des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht die Varroa-Milbe genannt“, so Hiegelsberger. „Der Schluss, Bienenverluste alleine mit Pflanzenschutz zu begründen, ist daher zu kurz gegriffen, weil dieser Schluss die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen dem Bienenvolk, der Landschaft in der es lebt, und dem Imker außer Acht lässt.“

Landwirte greifen den Bienen unter die Flügel

In der Landwirtschaft werden durch Fruchtfolgen, Biodiversitätsflächen und durch Zwischenbegrünungen ein reichhaltiges Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und Vögel geschaffen. „Es kann aber auch jeder einzelne in seinem Hausgarten einen Beitrag in Form einer üppigen Blumenwiese leisten“, ist Hiegelsberger überzeugt, „denn auch Privatgärten lassen sich in wahre Paradise für Insekten verwandeln.“


Aktuelle Sprechtage

November 2017

Regional

Anmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein
Anmelden
nach oben