Designierter Bauernbund-Präsident Georg Strasser auf Bundesländertour mit Stopp in Oberösterreich

Im Rahmen der Bundesländertour möchte Georg Strasser Ideen und Forderungen der Bundesländer, Jungbauern und Bäuerinnen, sowie der Verbände und Genossenschaften aufgreifen und in die Erarbeitung des Wahlprogrammes miteinbeziehen.

Im Rahmen der Bundesländertour durch Oberösterreich sichert BB-Landesobmann Max Hiegelsberger Georg Strasser die volle Unterstützung zu (Fotos: Bauernbund)

Georg Strasser zu Besuch am Betrieb von Daniela und Herbert Pointner

Am Betrieb von Herbert Pointner wurde intensiv diskutiert

Martin Dammayr, Maria Sauer, Max Hiegelsberger, Georg Strasser, Manfred Hofinger und Gerlinde Mallinger am Betrieb von Familie Zehetner

Manfred Hofinger und Georg Strasser im Gespräch mit Sabine und Johannes Zehetner

Georg Strasser zu Besuch bei Fa. Pöttinger

Bei seiner Designierung am 12. Juli 2017 kündigte Abg.z.NR Dipl. Ing. Georg Strasser an, die Ideen und Forderungen der Bundesländer, Jungbauern und Bäuerinnen, sowie der Verbände und Genossenschaften in die Erarbeitung des Wahlprogrammes miteinzubeziehen. Als Bürgermeister ist es Strasser gewohnt, sich für die Anliegen aller Bevölkerungsgruppen einzusetzen, um ein gutes Miteinander zu gewährleisten und das soll auch in Zukunft bei der bäuerlichen Bevölkerung so sein. Um seine Themen für den Nationalratswahlkampf zu präzisieren und sich vor Ort mit den Expertinnen und Experten aus den Bundesländern auszutauschen, tourt jetzt der designierte Bauernbund-Präsident durch Österreich. „Bei dieser Zuhör-Tour durch alle Bundesländer will ich Anregungen und Ideen für unsere zukünftige gemeinsame Arbeit sammeln. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen sollen in eine neue gemeinsame Strategie einfließen“, so Strasser.

Nächster Stopp der Bundesländertour in Oberösterreich

Heute, Montag, war Georg Strasser, der sich am 26. August 2017 beim Bundesbauernrat in Yspertal der Wahl zum neuen Bauernbund-Präsidenten stellt, auf Tour durch Oberösterreich, einem der bedeutendsten Agrarbundesländer. Der Tag wurde mit einem Treffen bei Bauernbund-Landesobmann LR Max Hiegelsberger in Meggenhofen gestartet. Im Anschluss wurde der Schweinezucht- und mastbetrieb von Daniela und Herbert Pointner besichtigt. Der Hof ist AMA-Gütesiegel zertifiziert und wird seit 2009 nur mehr mit gentechnikfreien Futtermitteln betrieben. Eine Besonderheit in der Vermarktung der Schlachtschweine ist die enge Kooperation mit dem regionalen Fleischverarbeiter Gourmetfein in Michaelenbach. Der Bio-Milchviehbetrieb von Sabine und Johannes Zehetner war die zweite Station der Oberösterreich Tour. Der Betrieb wurde im Jahr 2000 auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Die Beweggründe der Umstellung waren einerseits möglichst schonend mit der Natur umzugehen und andererseits ein entsprechendes Einkommen zu erwirtschaften. „Beide Betriebsführer zeigen, dass es möglich ist, den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in einer für die Region typischen Größe bei entsprechender marktorientierte Ausrichtung weiterhin im Vollerwerb zu bewirtschaften“, so der Landesobmann des OÖ Bauernbundes, LR Max Hiegelsberger. Hiegelsberger erachtet es dabei als besonders wichtig, die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu wissen. „Auf Basis dieser betrieblichen Zahlen können die richtigen Entscheidungen für den Betrieb abgeleitet werden“, so der Landesobmann. 

Expertengespräche ergaben wichtige Anregungen

Im Rahmen eines Expertengespräches im Anschluss an die Betriebsbesuche formulierten Vertreter der Landwirtschaftskammer, Bäuerinnenorganisation, Jungbauern sowie Funktionäre vor Ort ihre Anregungen für die Weiterentwicklung des Bauernbundes. „Veränderungsbereitschaft und Weiterentwicklung sind die Grundlage bäuerlich-unternehmerischen Selbstverständnisses. Der Wertewandel in der Gesellschaft ist ein Faktum. Die Landwirtschaft muss darauf Antworten finden. Wer sich dem nicht stellen kann und wer mit dieser Diskussion nicht umgehen kann, wird politisch und medial ins Abseits gedrängt“, so Strasser und Hiegelsberger. Im Rahmen dieses Gesprächs wurden Themen wie Einkommenssicherung, soziale Sicherheit, die Gemeinsame Agrarpolitik oder die Anforderungen an einen lebenswerten ländlichen Raum thematisiert. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Diskussion der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit gelegt. „Es ist uns ein zentrales Anliegen, dass wir die Diskussion um die Weiterentwicklung einer nachhaltigen und modernen Landwirtschaft wieder selber führen und gestalten und uns nicht durch andere diktieren lassen“, so eine zentrale Forderung von Strasser. 

Ausblick auf Bauernbund-Programm

Bei seinem Besuch nannte der designierte Bauernbund-Präsident auch zwei Handlungsfelder, die seine Politik dominieren werden. Zum einen ist das die Wertschätzung. "Wer etwas verändern will, muss sich zunächst einmal Wertschätzung erarbeiten", so Strasser. "Wenn unsere Konsumentinnen und Konsumenten die Bäuerinnen und Bauern und ihre Produkte mögen, dann zahlen sie auch einen guten Preis", so Strasser. Damit könne man wiederum - zum zweiten - die Wertschöpfung erhöhen und das Einkommen der Bauern sichern. Die Wertschätzung in der Bevölkerung sei außerdem wichtig, um den Erhalt öffentlicher Gelder für die Landwirtschaft zu argumentieren. 

Bezüglich seines Programms, das er am Samstag beim Bundesbauernrat präsentieren wird, ließ Strasser vorausblicken, dass der Bauernbund neben allen Facetten der Agrarpolitik auch in der Kommunal- und Regionalpolitik verstärkt seine Stimme erheben möchte.

Wertvolle Ideen für das Wahlprogramm mitgenommen

„In den Gesprächen hat sich herausgestellt, dass in Zukunft vor allem eine nachhaltige Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik entscheidend ist, damit den bäuerlichen Familienbetrieben auch nach 2020 eine Perspektive eröffnet werden kann. Gleichzeitig ist wichtig, dass den bäuerlichen Familien Einkommenschancen aufgezeigt werden, um in Zeiten knapper öffentlicher Budgets weiterhin ausreichend Einkommen erwirtschaften zu können“, so Georg Strasser abschließend.


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