Rieder Messe - Bäuerinnen und Bauern schaffen Lebensqualität

Öffentlichkeitsarbeit ist in der Landwirtschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor!

BB-Präsident Georg Strasser, BM Andrä Rupprechter, GS MEP Elisabeth Köstinger, LK-Präsident Herman Schultes und LO LR Max Hiegelsberger beim Agrarpolitischen Herbstauftakt in Ried (Foto: Bauernzeitung)

Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sind seit jeher das Rückgrat unserer Versorgung mit Lebensmitteln auf höchstem Niveau. Mit einem Produktionswert von rund 2 Mrd. Euro sichert die Land- und Forstwirtschaft nicht nur die Wertschöpfung in der Region, sondern mit ihren 100.000 Jobs im vor- und nachgelagerten Bereich indirekt auch jeden sechsten Arbeitsplatz in Oberösterreich. „Nach turbulenten Jahren hat sich die Stimmung unter den oberösterreichischen Bäuerinnen und Bauern wieder deutlich verbessert“, betont der Landesobmann des Oberösterreichischen Bauernbunds, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger anlässlich der Rieder Messe. „Die Bäuerinnen und Bauern beurteilen die Geschäftsentwicklung wesentlich zuversichtlicher. Einer aktuellen Umfrage zufolge wollen die Bauern in den nächsten zwei Jahren mehr als eine Milliarde Euro investieren um ihre Betriebe zukunftsfit zu erhalten.“

Die Bauernhöfe gehören untrennbar zu dem, was Oberösterreichs attraktive Landschaft ausmacht: sie liefern vielfältige Kulturlandschaften, lebendige dörfliche Strukturen, Wertschöpfung und Beschäftigung auch in den ländlichen Räumen. „Ohne Landwirtschaft und Forstwirtschaft gibt es keine starken ländlichen Räume“, so Hiegelsberger. „Unsere Bäuerinnen und Bauern verdienen daher mehr Wertschätzung. Denn Wertschätzung bringt Wertschöpfung. Diese sichert den heimischen Erzeugern das Überleben und den heimischen Konsumenten auf Dauer heimische Qualität. Die Alternative heißt Billigimporte mit Niedrigstandards aus aller Welt“, so der Landesobmann weiter. Die ständigen Diskussionen über neue Tier- und Umweltschutzmaßnahmen und Anfeindungen aus Teilen der der Bevölkerung belasten die Bäuerinnen und Bauern. Deutlich wird das bei Bauvorhaben von Ställen, die mittlerweile einem Spießrutenlauf gleichen. „Die Bevölkerung erwartet von uns heimische Lebensmittel zu höchsten Standards, und das auch zu Recht. Wir liefern das, was die Österreicherinnen und Österreich täglich brauchen und wollen, man muss uns aber auch lassen. Wenn etwa aufgrund Bürgerinitiativen bereits von den Behörden genehmigte Stallbauten verhindert werden, wird das auf Dauer unsere Ernährungssouveränität gefährden“, so Hiegelsberger. 

Information schafft Vertrauen

Öffentlichkeitsarbeit ist heute in der Landwirtschaft ein wichtiger Produktionsfaktor. Das Produkt, das wir dadurch ernten, heißt Vertrauen. Dieses Vertrauen ist ebenso unverzichtbar wie unbezahlbar, zumal die Landwirtschaft heute mehr denn je im Fokus kritischer gesellschaftlicher und politischer Debatten steht. „Unsere Bäuerinnen und Bauern arbeiten nach höchsten Tierwohl- und Umweltschutzkriterien. Leider gibt es manche Gruppierungen, welche die Arbeit der Bauern schlechtreden, ja sogar skandalisieren. Es ist daher eine unserer vordringlichsten Aufgaben, das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit so darzustellen, wie es sich real darstellt“, betont Hiegelsberger.

Sechs von zehn Oberösterreichern nutzen das Smartphone täglich für ihre Bedürfnisse. Gesurft wird damit in den Sozialen Medien ebenso wie auf diversen Homepages von Firmen und Anbietern verschiedenster Waren. Auch bäuerliche Direktvermarkter nutzen das Internet längst als Absatzschiene für ihre Erzeugnisse – aber noch nicht oft genug. Agrarlandesrat Max Hiegelsberger setzt dazu einen Marketing-Schwerpunkt und startet anlässlich der Rieder Messe eine neue Initiative: ein Jahr lang werden bäuerliche Betriebe im Marketing unterstützt. „Wer ab Oktober 2017 innerhalb von zwölf Monaten einen neuen Internet-Auftritt umsetzt, bekommt bis zu 1.000 Euro Unterstützung“, so Landesrat Hiegelsberger. „Mit gelungenen Online-Auftritten können die Leistungen der Landwirtschaft für die Öffentlichkeit besser sichtbar gemacht und kommuniziert werden.“

Bundesminister Rupprechter präsentiert „Standort Land“ - Paket 

Mit dem neuen „Standort Land“ - Paket von Bundesminister Andrä Rupprechter stehen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum noch im Herbst zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung. 35 Millionen Euro fließen in die Unterstützung von Investitionen im Bereich Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und 5 Millionen Euro werden für das agrarische Bildungssystem   bereitgestellt. „Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln stärken die heimische Qualitätsstrategie und erhöhen die Wertschöpfung in den Regionen. Dies kommt auch den bäuerlichen Familienbetrieben zu Gute“, erklärte Rupprechter beim agrarpolitischen Herbstauftakt der Rieder Messe. „Die Ausbildung ist maßgeblich für Innovation und Unternehmertum im ländlichen Raum und in den Betrieben. Mit diesen Mitteln wird Zukunft gebaut.“ 

Köstinger: Landwirtschaft hat eine entscheidenden Stellenwert im Wahlprogramm der ÖVP

Die Volkspartei ist die einzige Partei, die der Landwirtschaft in Österreich den Stellenwert einräumt, den sie verdient hat. Es braucht auch für unsere bäuerlichen Familienbetriebe und den ländlichen Raum eine neue Gerechtigkeit. Für die Volkspartei und dem Bauernbund ist klar: Ein MEHR an Auflagen mit dem GLEICHEN Geld kann und darf es nicht geben! Die Volkspartei wird sich in der Europäischen Union dafür stark machen, dass in Zukunft Länder belohnt werden, die bewusst auf Gentechnik im Anbau von Lebensmitteln verzichten. Diese Länder sollen weniger in das EU-Budget einzahlen. Von dem Geld, das sich Österreich mit dem „Anti-Gentechnik-Rabatt“ erspart, sollen unsere Bäuerinnen und Bauern profitieren. 

Hier geht's zum Videobeitrag anlässlich der Rieder Messe!


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