Bäuerinnenstammtsich 2018 - Die Zusammenarbeit am Hof und in der Familie ist eine Erfolgsstory

Die Bäuerinnen im OÖ Bauernbund „beleben, bewegen und begeistern“ seit mehr als 60 Jahren

LAbg. Mag. Aspalter, LAbg. Pühringer, Präs. ÖR Auer, Bundesbäuerin Schwarzmann, LR Mag. Haberlander, LH Mag. Stelzer, LR LO Hiegelsberger, LB LAbg. ÖR Brunner, Dir. Sauer, Präs. ÖR Reisecker, LAbg. Langer-Weninger, GD-Stv. Mag. Keplinger-Mitterlehner

„Ich glaube nicht, dass unsere Gründungsmütter und -väter vor 60 Jahren bei der Gründung der Bäuerinnenorganisation damit gerechnet haben, dass sie die größte und mitgliederstärkste Frauenorganisation in Oberösterreich ins Leben gerufen haben“, begrüßte Landesbäuerin und LAbg, ÖR LKR Annemarie Brunner die rund 700 Bäuerinnen im Raiffeisenforum der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Neben zahlreichen Ehrengästen wie Landesrat und Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger, Landesrätin Mag. Christine Haberlander, Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Präsident ÖR Jakob Auer und Präsident Franz Reisecker war auch Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer anwesend. „Wir Bäuerinnen von Oberösterreich sind stolz auf diese 60 Jahre. Wir haben viel erreicht, wir haben ein weit verzweigtes Netzwerk und wir haben noch sehr viel vor“, so Landesbäuerin Brunner.

In ihrem Eröffnungsstatement nahm die Landesbäuerin Bezug auf die Diskussion zum EU-Budget und wies einmal mehr darauf hin, dass der Agrarbereich der einzige vergemeinschaftete Politikbereich in der EU ist. „Die Diskussion um die Kürzungen der Agrarausgaben ist mehr als entbehrlich, denn nur die Bäuerinnen und Bauern sorgen mit ihrer Arbeit für hochwertige Lebensmittel. Das soll uns schon was wert sein“, so Brunner. Besonders ärgert Brunner die Verschiebung der Machverhältnisse weg von den gewählten Parlamenten hin zu NGOs. „Diese nicht demokratisch legitimierten Organisationen schreiben uns nun vor, wie wir zu produzieren haben und wie wir unsere Tiere halten sollen. Es ist daher mehr denn je notwendig, die Bevölkerung über unserer Arbeit zu informieren und für unsere Anliegen zu begeistern. Dazu braucht es aber Menschen, die sich in öffentlichen Funktionen engagieren“, richtet die Landesbauern einen Appell an die anwesenden Bäuerinnen und Bauern.

Persönliche Betreuung spielt eine entscheidende Rolle

Raiffeisen ist ein wichtiger regionaler Dienstleister und Motor für die Entwicklung. „Die besondere Stärke von Raiffeisen ist der persönliche Kontakt“, so die Generaldirektor-Stellvertreterin der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner. Hier sieht sie auch die Gemeinsamkeiten mit den Bäuerinnen. „Die Bäuerinnen sind gut ausgebildet, stehen oftmals im direkten Kontakt mit den Konsumenten, haben Erfahrungen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern und bringen diese in die Betriebsführung mit ein“, so Keplinger-Mitterlehner.  

Gegenseitiges Vertrauen in der Landwirtschaft schaffen

In der anschließenden Diskussionsrunde würdigte Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer einmal mehr die Arbeit der Bäuerinnen für die Gesellschaft. „Ihr gehört zu dem, was unser Land prägt und das Gesicht gibt“, so der Landeshauptmann. Er versicherte den Bäuerinnen und Bauern, weiterhin ein verlässlicher Partner der Landwirtschaft zu sein. Präsident Reisecker lud die Bäuerinnen ein, sich in Verbänden, Genossenschaften und in der Politik einzubringen. Einen flammenden Appell an die Bäuerinnen richtete Präsident Jakob Auer, sich in diversen Funktionen zu engagieren. „Politik findet immer und überall statt – mit oder ohne uns! Wenn wir gehört werden wollen, müssen wir uns einbringen und mitgestalten – egal ob auf Gemeinde, Landes- oder Bundesebene“, so Auer. Landesrat und Landesobmann Max Hiegelsberger sieht den Bauernbund in puncto partnerschaftlicher Interessensvertretung auf einem guten Weg. „Von sechs bäuerlichen Landtagsabgeordneten sind vier Frauen, rund ein Viertel der Kammerräte sind Frauen und wir haben mit Maria Sauer eine Bauernbund-Direktorin“, so Hiegelsberger. Landesrätin Christine Haberlander gab den Bäuerinnen mit auf den Weg: „Ihr Bäuerinnen seid so vieles gleichzeitig und kümmert euch um alles. Vergesst dabei nicht auf eure eigenen Bedürfnisse. Schaut auch auf euch selbst und seid nicht immer nur in Sorge um die Anderen.“ Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann äußerte einen ihrer größten Wünsche, nämlich dass sich Bäuerinnen und Frauen in politischen Funktionen engagieren. Der Leitsatz der „Charta für partnerschaftliche Interessensvertretung“, nämlich 30% Frauen in Entscheidungsgremien, fordert nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen, ihre Plätze in den Gemeinden, Bezirken, usw. einzunehmen Sie lud alle Bäuerinnen ein: „Arbeiten wir begeistert für unsere Anliegen, dann schaffen wir gemeinsam eine positive Zukunft!“

Mit Begeisterung bewegen

„Wenn wir wollen, dass Projekte ansteckend werden und begeistern sollen, dann müssen wir die Bedeutung für andere ansprechen und erklären.“ Mit diesem Appell startete der Hauptreferent des Abends, Philipp Maderthaner. „Gelingt es uns, das Feuer zu entfachen und andere mitzunehmen, sie mit unserer Begeisterung anzustecken, dann wird Begeisterung zum Erfolgsfaktor in unserem Leben“, so Maderthaner. Alle sind eingeladen diese Erfolgsformel anzuwenden: „Macht eure Begeisterung ansteckend und gebt jeder Begegnung eine Chance, denn ein Gespräch kann für euch die Welt verändern. Hinterlasst eine Spur mit eurer Begeisterung!“

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