Soja-Anbau bei EU-Agrarreform stärken

Europaparlament fordert Strategie zur Reduzierung der Importabhängigkeit bei Eiweißpflanzen und Hülsenfrüchten.

(Quelle: fotolia/spline_x)

"Europa muss seine Versorgung mit hochwertigen Eiweißpflanzen endlich selbst in die Hand nehmen. Daher brauchen wir bei der anstehenden Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik eine effektive Strategie für die Förderung von Eiweißpflanzen und Hülsenfrüchten", sagt der Europaparlamentarier Othmar Karas zur Abstimmung über einen Forderungskatalog für eine EU-Eiweißstrategie im Plenum des Europaparlaments diese Woche. "Für Österreich ist das Potenzial beim Sojaanbau besonders hoch."

"Derzeit ist Europa bei der Deckung seines Bedarfs an Eiweißpflanzen als Futtermittel in der Landwirtschaft zu rund drei Viertel von Importen abhängig - vor allem aus Brasilien, Argentinien und den USA", sagt Karas. "Dabei könnte die Europäische Union und ihre Nachbarländer diese Abhängigkeit deutlich reduzieren, wenn sie den Anbau konzertiert ausbauen. Eiweißpflanzen und Hülsenfrüchte haben zudem den Vorteil, dass sie Stickstoff aus der Luft binden und die Bauern sich daher beim Anbau kostspieligen Dünger sparen können."

"Österreich ist mit 200.000 Tonnen pro Jahr nach Italien, Frankreich, Rumänien und Kroatien schon heute der fünfgrößte Soja-Produzent Europas", so Karas. "Doch die heute 65.000 Hektar Anbaufläche könnten bis 2030 bei entsprechenden Rahmenbedingungen auf 100.000 Hektar mit ungefähr 350.000 Tonnen Soja ausgebaut werden. Wenn wir eine Stärkung des Soja-Anbaus im Rahmen der anstehenden Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik erreichen können, steht dem Sektor in Österreich eine vielversprechende Zukunft bevor."


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