Internationale Wissenschaftlerin leitet neues Agrar-Studium in Oberösterreich

Claudia Probst ist Leiterin des Studiengangs "Agrartechnologie und -management" am Standort Wels. Im Oktober beginnt der neue Lehrgang mit 30 Studienplätzen.

Foto: Land OÖ

Ab Herbst 2018 bildet Oberösterreich, im ersten und einzigartigen Fachhochschullehrgang für Agrartechnologie und -management, praxisnahe Expertinnen und Experten mit Management und Technik-Knowhow aus: „Unsere Landwirtschaft braucht visionäre Vorstellungen und innovative Forschungsgebiete, denn die Agrar- und Lebensmittelindustrie ist ein bedeutender und wesentlicher Player des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich. Die FH Oberösterreich ist dabei ein wesentlicher Innovationspartner unseres Wirtschaftsstandorts“, so der Landesobmann des OÖ. Bauernbundes, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Das Agrarstudium ist ein Ergebnis langjähriger Bemühungen, eine Agrar-Fachhochschule nach Oberösterreich zu bekommen. "Die Landwirtschaft ist eine Branche mit Zukunftspotenzial, vor allem in den Bereichen der qualitativ hochwertigen Lebensmittelproduktion, der alternativen Energien und der ländlichen Entwicklung. Dafür brauchen wir in allen vor- und nachgelagerten Sektoren Profis mit Technik- und Management Know-How. Oberösterreich rüstet sich mit diesem Fachhochschullehrgang für die Zukunft", betont Hiegelsberger.

Dr. Claudia Probst übernimmt die Leitung des Studiengangs

Mit der 40-jährigen Claudia Probst übernimmt eine internationale Wissenschafterin die Leitung des neuen Studiengangs. Probst hat in Deutschland zuerst Ernährungswissenschaften studiert. Für ihre Doktorarbeit – Schwerpunkt war die mykotoxikologische Analyse von Körnermais – ging sie in die USA, wo sie schließlich für mehrere Jahre blieb. Sie begann ihre Arbeit an der Washington State University, wo sie sich mit Pflanzenkrankheiten im Obst- und Hopfenanbau beschäftigte. Als Professorin leitete sie mehrjährige Forschungs- und industrieprojekte im Bereich des Pflanzenschutzes im Süßkirschenanbau und betreute nebenberuflich Projekte zur Steigerung der Lebensmittelsicherheit in Entwicklungsländern. Ihre wissenschaftliche Arbeit fand ihren Niederschlag in zahlreichen internationalen Konferenz- und Journalbeiträgen. „Viele Konzepte und Lösungsansätze, die ich in der großstrukturierten Landwirtschaft der USA gelernt habe, sind prinzipiell auch für kleinstrukturierte Betriebe in Österreich wichtig“, sagt die Studiengangsleiterin, Dr. Claudia Probst. Grundsätzlich gehe es Probst um die Aufrechterhaltung der heimischen, regionalen Landwirtschaft. "Dabei stehen nachhaltige Technologien im Fokus, die für kleinstrukturierte Betriebe nützlich sind und eine qualitativ hochwertige Lebensmittelproduktion ermöglichen". so Probst. Am wichtigsten ist der Studiengangsleiterin aber, dass die Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium selbstbewusst und selbständig ins Arbeitsleben treten.

Pöttinger als Partner des neuen FH-Studiengangs

Der Landtechnikhersteller Pöttinger arbeitet eng mit der FH Wels zusammen und war Mitinitiator des neues Ausbildungszweiges an der FH Wels. “Neben dem klassischen Maschinenbau ist die Agrarkompetenz unserer Mitarbeiter wichtig”, sagt Pöttinger-Geschäftsführer Dr. Markus Baldinger. Diese werde im neuen Studiengang vermittelt. Absolventinnen und Absolventen könnten später sowohl im Vertrieb, im Marketing, im Produktmanagement und in der Konstrukution eingesetzt werden. “Landwirtschaft plus Technik plus Marketing plus Wirtschaft” – das sei die ideale Kombination, die im Studium an der Agrar-FH vereint werde, so Baldinger.

Bewerbung ist noch möglich

Derzeit läuft die heiße Phase der Bewerbung für das neue Studium „Agrartechnologie und -management“ in Wels. Die Bewerberinnen und Bewerber kommen aus AHS, HTBLA und LFHS-Schulen oder sind als Mechatroniker und Chemiefabrikanten tätig. 85% der Bewerberinnen und Bewerber sind aus Österreich, 73 % aus Oberösterreich. Der Frauenanteil beträgt 37%. 30 Studierende können im Herbst den neuen Lehrgang beginnen. Es gebe zwar schon jetzt mehr Bewerber als Plätze, trotzdem wird der Bewerbungsschluss bis Ende August ausgedehnt. Anfang September wird es dann Bewerbungsgespräche mit den potentiellen Studierenden geben. Start des Studiengangs ist der 1. Oktober 2018.


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