Jungbauernschaft Wels-Land besucht Tierwohl-Stall

Nische kann für mehr Bewusstsein bei den Konsumenten beim Einkauf sorgen.

Florian Obermayr (Jungbauern-Bezirksobmann re.), NR Klaus Lindinger (Mitte) und Martin Zehetner (JB-Obmann Steinerkirchen, li.) begutachten die neuen Fütterungssysteme.

Das Interesse der Jungbäuerinnen und Jungbauern am neuen „Tierwohl-Stall“ ist groß. NR Klaus Lindinger (v.li. vorne), Teresa Lachmair, Johannes Lebelhuber und Florian Obermayr freuen sich, dass die jungen Hofnachfolger gut informiert sind.

Johannes Lebelhuber ist ein junger Landwirt in Eberstalzell. Er hat einen neuen Maststall entsprechend den Grundsätzen der „Hütthaler Hofkultur“ errichtet. Am 30. August besichtigen diesen 45 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eingeladen hat die Jungbauernschaft Wels-Land. Die Junglandwirte informieren sich zu den Kriterien wie etwa mehr Platz, Stroh-Einstreu, ausreichend Auslauf im Freien. „Die ‚Tierwohl-Ställe‘ nehmen zu. Das ist gut so, gleichzeitig muss jedoch betont werden, dass es sich dabei um ein Nischenprodukt handelt“, erläutert Klaus Lindinger, Abgeordneter zum Nationalrat, der bei der Besichtigung mit dabei war.

Die „Tierwohl-Ställe“ brauchen viel mehr Platz. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten bei den Bauernhöfen ist die Errichtung nicht überall möglich. Ein freistehendes Stallgebäude kann nicht ohne Weiteres gebaut werden. Die deutlich höheren Investitionskosten müssen sich bei den Produktpreisen niederschlagen. Mit einem Fünf-Jahresvertrag hat Johannes Lebelhuber bei Hütthaler KG eine Abnahmegarantie. Wie es dann weitergeht entscheidet im Wesentlichen der Konsument. „Wenn dieses Nischenprodukt mit dafür sorgt, dass die Konsumenten bewusster einkaufen und den heimischen Lebensmitteln den Vorzug geben, dann ist viel geschafft!“, appelliert Klaus Lindinger an die Verantwortung beim täglichen Einkauf. 

Die Firma Hütthaler KG aus Schwanendstadt bewirbt bewusst die Marke „Hofkultur“. Sie hat mit 24 Partnerhöfe im Umkreis von 50 Kilometern Verträge abgeschlossen. Einige Landwirte wie eben auch Johannes Lebelhuber haben dazu neue Ställe gebaut, andere bauten die Ställe um. Die Vorgaben für das AMA-Gütesiegel sind ebenso zu erfüllen. 


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