Ausbau der Pflegeausbildung in den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen

Das Land Oberösterreich öffnet die 15 Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen für die Pflege- und Sozialausbildung.

Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Oberösterreich haben zu Recht einen guten Ruf und bieten eine ganzheitliche Ausbildung an (Bild: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Die Absicherung der Pflege gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Alleine bis 2025 werden in Oberösterreich 1.600 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht. „Um ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal und vor allem mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen, hat das Land OÖ eine Ausbildungsoffensive gestartet. Wir wollen hier alle Möglichkeiten ausschöpfen und neue Wege gehen. Denn in Oberösterreich müssen beste Pflege und ein Altern in Würde weiterhin gesichert sein“, sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer. Einer dieser neuen Wege und Maßnahmen ist die Öffnung der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen (LWBFS) für Pflegeausbildungen – ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt!

Aktuelle Situation der Pflegeausbildung in den LWBFS

In sieben der bestehenden 15 Landwirtschaftlichen Berufs - und Fachschulen können die Schülerinnen und Schüler bereits jetzt in der Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement den Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und soziale Berufe wählen. Im Rahmen dieses Ausbildungsschwerpunktes im zweiten und dritten Jahrgang lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem die erforderlichen Pflegemaßnahmen für alte Menschen. Diese Grundausbildung dient als direkter Einstieg in die Bereiche aller Pflege- und Sozialberufe. 576 Unterrichtseinheiten Theorie und 720 Unterrichtseinheiten Praxis sorgen für eine solide Basis. Der Abschluss der Ausbildung beinhaltet die Anerkennung der Heimhilfe und dem UBV (Unterstützung in der Basisversorgung). Ca. 150 Schülerinnen und Schüler wählen ab dem 2. Jahrgang diesen Ausbildungsschwerpunkt. „Unsere Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen vermitteln bereits jetzt eine solide Grundausbildung für den Sozial- und Pflegebereich. Den Absolventinnen und Absolventen stehen damit auch die anschließende Berufsreifeprüfung und ein Studium offen. Auf dieser Grundlage aufzubauen und damit weitere Berufsmöglichkeiten nach dem Abschluss zu schaffen, ist effizient und sinnvoll“, erläutert Landesrat Max Hiegelsberger.

Angestrebte Organisation der Pflegeausbildung ab 2020

Mit der Umstellung des Lehrplanes und der inhaltlichen Vertiefung wird die Pflege-Ausbildung in den landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen nachhaltig gestärkt. Im Ausbildungsschwerpunkt „Gesundheit und Soziale Berufe“ wird nach drei Jahren LWBFS der Abschluss der Heimhilfe (Land OÖ) und des UBV (Unterstützung in der Basisversorgung, Bund) ermöglicht. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, eine externe Abschlussprüfung für den Abschluss der Heimhilfe-Ausbildung nachzuholen. Landesrat Max Hiegelsberger zeigt sich erfreut über den Ausbau der Bildungsmöglichkeiten: “Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Oberösterreich haben zu Recht einen guten Ruf und bieten eine ganzheitliche Ausbildung an. Mit der weiteren Spezialisierung im Bereich Pflege bieten sich für die Absolventinnen und Absolventen zusätzliche berufliche Möglichkeiten und die Schulen werden als Bildungsanbieter im ländlichen Raum gestärkt.“

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