Hohe Borkenkäfer-Fangzahlen in Monitoringfallen

Weitere Bäume nach erstem Schwärmflug Mitte April befallen

Landesrat Max Hiegelsberger und DI Christoph Jasser begutachten die enormen Borkenkäferschäden im Raum St. Martin im Mühlkreis (Quelle: Land OÖ/Söllradl)

Quelle: Land OÖ/Söllradl

Das Jahr 2018 war hinsichtlich der Borkenkäferschäden äußerst problematisch. Aufgrund der diesjährigen Witterung (Trockenheit und Wärme) kann für 2019 eine noch katastrophalere Prognose abgegeben werden. Um diese Krise bestmöglich bewältigen zu können, ist der Einsatz der gesamten Branche gefragt. Die Waldbauern sind aufgerufen, die Bohrmehlsuche konsequent weiter zu betreiben und befallene Stämme schnellstmöglich aus dem Wald zu bringen. Die Sägeindustrie ist aufgerufen, den Einschnitt heimischen Holzes weiterhin möglichst zu maximieren, um die rasche Abfuhr aus den Wäldern zu ermöglichen. Gleichzeitig bemüht sich das Agrarresort des Landes OÖ für die Errichtung von Nasslagern, um den angespannten Markt zu entlasten.

Durch die extreme Trockenheit im Frühjahr, wurden die ohnehin schon geschwächten Fichten noch weiter angegriffen, wodurch neue, noch gesunde Bäume bereits Mitte April befallen wurden, wobei ein Großteil der Bäume außer dem Bohrmehl und den abgefallenen Nadeln auf dem Waldboden, keine äußerlichen Symptome aufzeigen und noch "grüne" Kronen haben. Es sei aber damit zu rechnen, dass diese, vor allem auch durch den aktuell starken Befall in den nächsten Wochen absterben werden und diese wiederum die Nahrung für die nächste Käfergeneration darstellen.

Um den Holzmarkt nicht weiter zu belasten, werden die Forstwirte seitens der LWK OÖ ersucht, keine zusätzliche Holzernte durchzuführen und nur die befallenen Stämme raschest aus dem Wald zu bringen. Trotz der aktuell schwierigen Situation, darf jedoch nicht das Aufforsten außer Acht gelassen werden, um so die Zukunft unserer heimischen Wälder sicher stellen zu können.

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