Weltmilchtag

Milch und Milchprodukte - hochqualitative, gesunde, multifunktionale und regionale Lebensmittel

Bäuerinnen als Milchbotschafterinnen – Übergabe von Milchprodukten an Klubobfrau LAbg. Helena Kirchmayr (Foto: OÖ Bauernbund)

Milch trägt zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei und erhöht die Wertschätzung für landwirtschaftliche Produkte aus der Region. Österreichs Milchwirtschaft punktet mit einzigartiger Qualität. Unsere, als Familienunternehmen geführten Milchviehbetriebe produzieren gentechnikfrei und unter höchsten Hygienestandards. Das Wohl ihrer Tiere und die Einhaltung der Umweltschutzauflagen sind für unsere Bäuerinnen und Bauern selbstverständlich.

Milch - wichtig für gesunde Ernährung

"Es braucht keine teuren Ersatzprodukte, die oftmals aus billigen Rohstoffen hergestellt werden", so die Landesbäuerin LAbg. Annemarie Brunner anlässlich des Weltmilchtages. Die Sensibilität für Ernährungsthemen nimmt immer weiter zu. Der Ruf der Milch hat in den letzten Jahren darunter gelitten, "Milch macht krank" oder "Milch macht dick" sind bekannte Ernährungsmythen rund um die Milch. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der Konsum von Milch und Milchprodukten empfehlenswert. Milch und Milchprodukte enthalten viel Kalzium und sorgen damit für gesunde Knochen und Zähne. Auch das Milcheiweiß gilt als hochwertig, für das Wachstum und den Muskelaufbau. "Mittlerweile existieren von so gut wie jedem Produkt Studien über deren gesundheitlichen Vorteil oder deren gesundheitlichen Bedenken. Letztlich muss aber das Gesamternährungskonzept passen", so Brunner.

Milchwirtschaft setzt auf eine strikte Qualitätsstrategie

Die heimische Milchwirtschaft ist die Voraussetzung dafür, dass die Kulturlandschaft flächendeckend bewirtschaftet, gepflegt und folglich erhalten wird. Die mehr als 8000 Milchbäuerinnen und Milchbauern in Oberösterreich sind Garant für die Qualitätsproduktion nach höchsten Kriterien. Österreichweit werden etwa 20% der Rohmilch entsprechend den Kriterien für Heu- und Biomilch angeliefert. 78% der Milchproduktion erfolgt in Berg- und benachteiligten Gebieten, unter strengen Umwelt- und Tierschutzstandards.

Milch als Einkommensquelle

1,5% des österreichischen Bruttoinlandsproduktes wird von der Land- und Forstwirtschaft erzielt. Das klingt nicht viel, hat aber große Auswirkungen in etlichen Bereichen. Denn jeder sechste Arbeitsplatz ist von der landwirtschaftlichen Urproduktion bzw. der Weiterverarbeitung zu Lebensmitteln abhängig. Milchproduktion ist eine der wichtigsten Einkommensquellen für unsere Bäuerinnen und Bauern und sichert das Einkommen und den Erhalt von vielen landwirtschaftlichen Betrieben in unserem Land.

Milch ist gentechnikfrei

"Die kontrollierte gentechnikfreie Fütterung, sowie die Produktion von Heu- und Biomilch wird seitens der Konsumentinnen und Konsumenten verlangt. Die Milchwirtschaft hat sich darauf eingestellt", so die Landesbäuerin. Zudem verzichtet Österreichs Milchwirtschaft auf den Einsatz von Soja aus Übersee. "Diese kompromisslose Qualitätsproduktion muss aber durch die Verbraucher in ihrem täglichen Einkaufsverhalten mitgetragen werden, um damit die Aufrechterhaltung der mit der Milchwirtschaft verbundenen Leistungen weiterhin ermöglichen zu können", erklärt Brunner. Nur ein gerechter Preis ermöglicht das Fortbestehen einer bäuerlichen Landwirtschaft und den Erhalt der Kulturlandschaft.

Genossenschaften sichern regionale Wertschöpfung

In Österreich sorgen vor allem die Molkereigenossenschaften auch in schwierigen Zeiten für Kosteneffizienz, stabile Lebensmittelpreise und Zusammenhalt unter den bäuerlichen Betrieben. Mehr als 90 Prozent der heimischen Milchverarbeiter sind genossenschaftlich organisiert. Somit sind die meisten österreichischen Milchbauern auch Eigentümer ihrer Molkerei. "Die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass trotz der schwierigen Marktlage der letzten Jahre und der angespannten Preissituation die heimischen Genossenschaften Stabilität und Sicherheit für die Milchbauern geben", so Brunner.

Gentechnikfreiheit, die Produktion in Berggebieten und strenge Standards bewirken höchste Qualität, aber auch mehr Kosten, die abgegolten werden müssen. Hier sind der Handel und die Konsumenten gefordert, den hohen Standard in der Produktion durch kostendeckende Preise abzusichern.


Regional

Neue Broschüre

Anmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein
Anmelden
nach oben