Jubiläumsfeier "100 JAHRE OÖ BAUERNBUND" am 16. Juni 2019

Festakt in Aigen-Schlägl bekrönte die Feierlichkeiten

Michaela Langer-Weninger, Christine Haberlander, Max Hiegelsberger, Elisabeth Köstinger, LH Thomas Stelzer, Elisabeth Höfler, Georg Strasser, Maria Sauer, Franz Reisecker (Foto: OÖ Bauernbund)

Festgottesdienst in der Pfarrkirche Aigen (Foto: Peter Mayr)

Festzug zum Stiftsmeierhof Schlägl (Foto: OÖ Bauernbund)

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 feierte der OÖ Bauernbund sein 100-jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsfeier, an der 1000 Personen teilnahmen. Der Festakt fand im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Aigen statt. Der Festgottesdienst wurde vom emeritierten Abt Prälat Kons.-Rat. KR. Mag. Martin Felhofer und Superintendent Dr. Gerold Lehner zelebriert. Die Teilnahme von NR DI Georg Strasser - Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Max Hiegelsberger - Agrarlandesrat und Landesobmann des OÖ Bauernbundes, Mag. Thomas Stelzer - Landeshauptmann, Mag. Christine Haberlander - LH-Stellvertreterin und Elisabeth Köstinger - Abgeordnete zum Nationalrat am Festakt, würdigten dieses Jubiläum. Nach dem Festgottesdienst gab es einen großen Festzug zum Meierhof des Stiftes Schlägl. Dort wurde das gemeinsame Mittagessen von der großen "Bauernbundfamilie" eingenommen. Der Tag endete mit dem Besuch der Landesgartenschau und dem Krapfenkirtag der Rohrbacher Bäuerinnen im Stiftsmeierhof.

Die Geistlichkeit betonte den großen Beitrag des Bauernstandes für die gesamte Gesellschaft. Gerold Lehner erklärte, "die Bauern sind für das Kostbarste auf unserer Welt verantwortlich. Sie tragen Sorge für den Boden, für die Erde und somit das Leben. Der Preisdruck seitens des Handels ist enorm". Auch der emeritierte Abt Martin Felhofer würdigte die Arbeit der Bauern und dankte "für die Erzeugung von gesunden Lebensmitteln und den Erhalt der schönen Landschaft".

Max Hiegelsberger, der Obmann des OÖ Bauernbundes bezog sich in seiner Ansprache auf die Tradition und die Leidenschaft, welche die Säulen der Landwirtschaft seien. "Die Bauern leisten einen großen Beitrag für die Bevölkerung. Die Landwirtschaft ist mit vielen Problemen konfrontiert. Deshalb ist es gerade heute wichtig, die Fragen und Probleme zu lösen und Antworten in überzeugter Geschlossenheit gemeinsam zu entwickeln und zu geben. Diese Verbundenheit der Bäuerinnen und Bauern spiegelt sich in der Zugehörigkeit zum OÖ Bauernbund wider", so Hiegelsberger. Hiegelsberger schloss seine Rede mit einem Zitat des ersten OÖ Bauernbunddirektors Felix Kern: "Der Bauernbund hat Wachturm zu sein für den Bestand und für die Entwicklung der Landwirtschaft, damit die Bäuerin und der Bauer in Ruhe und Sicherheit ihren Beruf ausüben können."

Der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Georg Strasser dankte den Funktionärinnen und Funktionären für die Arbeit in den vergangenen 100 Jahren. "Besonders danke ich der älteren Generation, die das Land nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaut hat. Die Sicherstellung der Versorgung mit hochqualitativen und regionalen Lebensmitteln ist für die Bäuerinnen und Bauern nach wie vor das oberste Ziel", sagt Georg Strasser. Er kritisierte ebenfalls den Preisdruck, welchem die heimische Landwirtschaft ausgesetzt ist.

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger würdigte in ihrer Rede die Arbeit des Bauernbundes. "Der OÖ Bauernbund ist eine starke Vertretung für die Bäuerinnen und Bauern seit 100 Jahren. Nur eine gemeinsame Stimme und überzeugte Geschlossenheit kann die Zukunft der heimischen Landwirtschaft sichern. Besonders wichtig ist aber die junge Generation für diese Mitarbeit zu überzeugen und gewinnen. Denn sie ist Garant für das Fortbestehen einer österreichischen Landwirtschaft".

Landeshauptmann Thomas Stelzer sprach von einem "Gesicht und einer Seele", welche die Bäuerinnen und Bauern einem Land geben. "Die Bäuerinnen und Bauern prägen und prägten das Land in den letzten 100 Jahren. Der OÖ Bauernbund hat sich stets dem Wandel der Zeit angepasst und ist nie stillgestanden." Er ist überzeugt, dass der OÖ Bauernbund auch künftig diesen Weg für die Bäuerinnen und Bauern fortsetzen wird.

Wer ist der OÖ Bauernbund?

Der Bauernbund ist eine der sechs Teilorganisationen der ÖVP. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 28. April 1919 der OÖ Bauernbund gegründet. Derzeit setzt sich der OÖ Bauernbund aus ca. 45.000 Mitgliedern zusammen, welche in ca. 450 Ortsgruppen und 15 Bezirken organisiert sind. Aktuell sind etwa 16.650 Landwirtschaftliche Betriebe Mitglieder beim OÖ Bauernbund. Diese stattliche Zahl zeigt, dass rund zwei Drittel der Betriebe in Oberösterreich Mitglieder beim OÖ Bauernbund sind.

In politischer Hinsicht vertritt der OÖ Bauernbund die Interessen seiner Mitglieder mit zahlreichen Funktionärinnen und Funktionären in den diversen Bereichen. Mit großem Stolz kann der OÖ Bauernbund aufzeigen, dass ca. 130 BürgermeisterInnen (von insg. 438), 7 Landtags- (von insg. 56) und 3 Nationalratsabgeordnete, von ihm nominiert wurden. Tausende FunktionärInnen sowie Abgeordnete auf Orts-/Bundes- und EU-Ebene haben Einfluss auf die Rahmenbedingungen bezüglich des agrarischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereiches.

Was macht der OÖ Bauernbund?

Der OÖ Bauernbund arbeitet konsequent und ohne Unterlass am Erhalt und der Förderung der bäuerlichen Familienbetriebe bzw. bäuerlichen Landwirtschaft in Oberösterreich. Immerhin befindet sich mittlerweile ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in nicht bäuerlichen Händen. Ein weiteres Anliegen ist die Weiterentwicklung eines lebenswerten ländlichen Raumes.

Trotz aller globalen Einflüsse auf die heimische Landwirtschaft heißt es positiv in die Zukunft zu blicken und neue Chancen für die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft zu schaffen. So ist beispielsweise die Stärkung der Bindung von KonsumentInnen an die Landwirtschaft für unsere Bäuerinnen und Bauern besonders wichtig, da nur so die hervorragende Qualität von heimischen Lebensmitteln, umweltschonender Produktionsmethoden und die Einhaltung der gesetzlichen Tierschutzbestimmungen sichtbar gemacht werden können. Das Ziel muss es sein, beide Seiten einander näher zu bringen, um so Verständnis füreinander aufbauen zu können.

Der OÖ Bauernbund blickt dankbar auf die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern sowie der Funktionärinnen und Funktionäre zurück, welche sie in den vergangen 100 Jahren geleistet haben. Die oberösterreichische Landwirtschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Der OÖ Bauernbund wird alles dafür tun, damit dies auch in Zukunft so bleibt!

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