Aufregung rund um den Butter-Preis ist unbegründet!

Auch wenn es bei der Butter Preissteigerungen gibt, ist dennoch Realismus angesagt.

Die Milchpreiserhöhung war für die Landwirte dringend notwendig. (Foto: LK OÖ)

„Butter so teuer wie noch nie“, „Fette Preisaufschläge auf Butter“ oder “Butter-Engpass befürchtet” – so titelten in den vergangenen Tagen verschiedene Tageszeitungen. Auch wenn es bei der Butter Preissteigerungen gibt, ist dennoch Realismus angesagt. Der Anstieg der Preise kommt von einem sehr niedrigen Niveau und schaut daher relativ gesehen sehr hoch aus. Die Preise lagen 2015 und 2016 bei durchschnittlich knapp 1,70 Euro pro 250-Gramm-Packung. Im ersten Halbjahr 2017 bei knapp 1,90 Euro. Derzeit liegen die Verkaufspreise bei 2,39 Euro. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Butter liegt in Österreich bei rund fünf Kilo. „Unterstellt man eine Preissteigerung von beispielsweise 50 Cent pro Viertelkilo, errechnet sich dadurch ein absoluter Betrag von 10 Euro Mehrkosten für Butter pro Kopf und Jahr. Somit sind hier Angst- oder Panikmache über ,Butterpreis-Explosionen‘ oder Nichtverfügbarkeit von Butter fehl am Platz. Die Wertigkeit von Butter steht außer Zweifel, doch auf Jahrzehnte betrachtet ist die Preisentwicklung moderat. Hier ist auch die Fairness des Handels einzufordern und es darf von dessen Seite keine übertriebene Panikmache betrieben werden“, so der Präsident der LK OÖ, ÖR Ing. Franz Reisecker.

Auch BB-Präsident NR DI Georg Strasser sieht die Panikmache in den Medien äußerst kritisch: „Die Butter wird uns nicht ausgehen, wie bereits zahlreiche Medien spekuliert haben. Es ist genug Butter am Markt verfügbar!“ Außerdem gibt der Bauernbund-Präsident zu bedenken, dass Qualität auch etwas wert sein muss. „Unsere Landwirte liefern hochqualitative Produkte, die österreichische Milchwirtschaft ist europaweit einzigartig. Wir produzieren gentechnikfrei und in höchster Qualität, das muss den Konsumentinnen und Konsumenten auch ein paar Cent mehr wert sein“, sagt Strasser.

"Die Sorgen über den deutlichen Preisanstieg bei Butter im Großhandel muss man im direkten Zusammenhang mit den mehrere Jahre anhaltenden Tiefpreisen sehen, die nicht den Normalzustand am Markt widerspiegelten", so auch LO LR Max Hiegelsberger. Einer der Gründe der Tiefpreisphase war der Ersatz von Milchfett durch Palmöl. Als durchaus positiv betrachtet Hiegelsberger daher die öffentliche Debatte um das Palmöl. "Die Konsumentinnen und Konsumenten schauen beim Lebensmitteleinkauf, welche Inhaltsstoffe in den Produkten sind. Fakt ist, dass Palmöl massive Umweltzerstörungen mit sich bringt und die sozialen Kriterien der Produktion völlig außer Acht gelassen werden. Es macht daher Sinn, die heimische Landwirtschaft mit ihren hochwertigen Produkten zu unterstützen", so Hiegelsberger.

Milchmarkt wieder im Aufschwung.




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