Neuwahl des Altbauern-Landesobmannes und seines Stellvertreters

Nach mehr als acht Jahren an der Spitze der oberösterreichischen Altbauerngemeinschaft übergab Johann Schuster sein Amt an Franz Schillhuber.

v.l.: LO LR Max Hiegelsberger, AB-LO Franz Schillhuber, Direktorin Maria Sauer, ÖR Franz Bräuer, AB-LO Stellvertreter ÖR Hannes Herndl, Johann Schuster (Quelle: BauernZeitung/Pichler)

Als Bauer, ehemaliger Bürgermeister und Landtagsabgeordneter kennt Schillhuber die Landwirtschaft und die Politik. Als neu gewählter Obmann will er die Entwicklungen in der Landwirtschaft offen diskutieren: „Was früher der Übergang von der Sense zum

Traktor war, ist heute der Sprung zur Digitalisierung. Wir müssen diesen Weg mitgehen und gemeinsam mit den Jungen die Landwirtschaft gestalten.“

Wichtig ist Schillhuber ein starker Bauernbund: „Nur mit einer starken Interessensvertretung wird die Landwirtschaft bestehen.“ Ihm zur Seite steht dabei als Stellvertreter Hannes Herndl, ehemaliger Bauernbund-Landesobmann und Landwirtschaftskammer-Präsident. Herndl folgt Franz Bräuer nach, der wie Schuster

seine Funktion seit 2008 innehatte.

„Erfahrung in stürmischen Zeiten“

Johann Schuster blickt auf eine beachtliche Bilanz seiner Funktionszeit zurück. Landeskonferenzen in allen Teilen Oberösterreichs mit spannenden Referenten und zahlreiche Ausflüge auch über die Grenzen, zum Beispiel nach Brüssel oder Ungarn, waren für die Teilnehmer immer ein besonderes Erlebnis. Seinen Weitblick bewies Schuster mit organisierten Vorträgen zum Thema Hofübergabe, um diesen Wendepunkt jedes Betriebes für Jung und Alt bestmöglich zu gestalten. Der Bauernbund profitierte vom kritischen Mitdenken der Altbauerngemeinschaft bei politischen Themen und die verlässliche Mithilfe in jedem Wahlkampf.

Wichtig war Schuster immer die „Wertegemeinschaft im Bauernbund“, die er mit seinen Altbäuerinnen und Altbauern pflegte, sowie der Erhalt des „Bäuerlichen“ in der Landwirtschaft, das für ihn etwa durch einfache Umgangsformeln wie ein herzliches „Grüß Gott“ oder ein „Dankschen“ zum Ausdruck gebracht werde.

Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger würdigte Schuster als einen, der die „Dinge nicht nur aus der politischen Welt, sondern einer humanistischen Welt betrachtet“ und somit jene Werte vermittelt, die eine „christlich-soziale Politik prägen“. Direktorin Maria Sauer betonte die herzliche und besonnene Art von Johann Schuster. „Gerade in agrarpolitisch stürmischen Zeiten braucht es Erfahrung, die uns die Altbauern geben.“ Franz Bräuer werde als einer in Erinnerung bleiben, der durch seine humorvollen Beiträge für Auflockerung und positive Stimmung gesorgt habe. Sowohl Schuster als auch Bräuer bleiben den Altbauern mit ihrer Obmannschaft in den Bezirken Freistadt und Steyr erhalten. Für seine Verdienste wurde Johann Schuster der „Ehrenobmann“ der Altbauerngemeinschaft verliehen. Er selbst übergab das Amt mit einem Dank an seine Funktionäre: „Wo wir jetzt stehen, ist nicht der Verdienst eines Einzelnen, sondern die Ernte des Saatguts, das ihr ausgebracht habt.“


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