Regionale Pflanzenzüchtung hat große Bedeutung

Heimische Pflanzenzüchter behaupten sich im Umfeld enormer Konzentrationsprozesse in der Saatgut- und Pflanzenschutzindustrie.

Foto: LK OÖ

Plädoyer für die heimische Saatgutwirtschaft: LK-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker (l.) und Ing. Josef Fraundorfer, Geschäftsführer Saatbau Linz eGen. Foto: LK OÖ

Weltweit entstanden bzw. entstehen global agierende Unternehmen, die sowohl Saatgut und Züchtung als auch chemischen Pflanzenschutz im Portfolio haben. Ein Beispiel ist die Firmenfusion von Bayer CropScience mit Monsanto – die größte Firmenübernahme in der deutschen Industriegeschichte mit einem Finanzvolumen von 66 Milliarden Dollar. Ein anderes Beispiel ist die Fusion von DuPont und Dow Chemicals – der neuen Nummer 2 am Weltmarkt. Und zu guter Letzt wurde der bisherige Branchenprimus Syngenta von der chinesischen ChemChina gekauft.

„Allesamt Beispiele, die zu denken geben oder nachdenklich stimmen. Als Oberösterreicher freut es uns besonders, dass wir mit der Saatbau Linz ein Züchtungsunternehmen vor Ort haben, das seine regionalen Wurzeln erhalten hat, aber gleichzeitig auch einen erfolgreichen Weg der Internationalisierung gegangen ist“, umreißt Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker die Trends und Perspektiven in der Saatgut- und Pflanzenzüchtungsbranche.

 

Österreichische Saatgutwirtschaft in der „Erfolgsspur"

Die Saatgutwirtschaft als Wirtschaftssektor soll nicht unterschätzt werden. Gemäß einem Bericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft hat sich die Saatgutvermehrungsfläche in den letzten zehn Jahren von 28.400 Hektar auf knapp 38.000 Hektar gesteigert – ein Zuwachs von 34 Prozent. Die Saatgutproduktion ist für die OÖ Bäuerinnen und Bauern ein wichtiges Einkommensstandbein, denn es werden höhere Erträge und bessere Erlöse als mit anderen Marktfrüchten erzielt.

 

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