Herkunftskennzeichnung bei Lebensmittel erweitern

MEP Elisabeth Köstinger: "Bedeutung der Lebensmitteltransparenz zeigt sich auch bei TTIP-Verhandlungen"

MEP Elisabeth Köstinger fordert eine erweiterte Lebensmittelkennzeichnung bei tierischen Produkten

Auch in Österreich wird eine erweiterte Kennzeichnung in der Gastronomie gefordert (Foto: gkrphoto - Fotolia)

"Billig gibt es in der Lebensmittelproduktion nicht, irgendwer zahlt immer", so die Lebensmittelsprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament, Elisabeth Köstinger. Die Europaparlamentarierin fordert ein Ende der "Vertuschungsetiketten bei verarbeiteten Lebensmitteln".

"Die Qualität unserer Lebensmittel muss sichtbar sein. Mit einer EU-weiten Herkunftskennzeichnung von Milch, Eiern und Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln schaffen wir Produktsicherheit und machen gleichzeitig Tierschutz sichtbar", so Köstinger im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments.

Der Parlamentsausschuss beschließt am 23. Februar 2016, die EU-Kommission aufzufordern, ein Gesetz auszuarbeiten, das eine Herkunftsangabe auch bei verarbeitetem Fleisch, bei roher Milch und bei verarbeiteten Milchprodukten wie Käse oder Obers vorschreibt. "Ich bin davon überzeugt, dass eine faire Kennzeichnung der Schlüssel zur Transparenz ist. Es geht vor allem darum, Bewusstsein für die Herkunft der Lebensmittel bei den Konsumenten zu schaffen", so Köstinger.

Köstinger fordert, dass auch Eier und Eiprodukte gekennzeichnet werden. "Was nützt uns, wenn wir in Österreich die Käfighaltung bei Legehennen verbieten, wenn genau solche Käfigeier zum Beispiel aus der Ukraine trotzdem in verarbeiteten Produkten wieder am heimischen Markt verkauft werden? Auch hier müssen wir auf ehrliche Kennzeichnung pochen, um das Tierwohl zu verbessern und die heimischen Qualitätsprodukte zu stärken", so die ÖVP-Europaabgeordnete.

Die Bedeutung der Lebensmitteltransparenz zeigt sich - so Köstinger - auch bei den laufenden Verhandlungen über das geplante Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). "Europäische Standards dürfen nicht aufgeweicht werden. Wir wollen kein namenloses Billig-Fleisch sondern europäische Top-Qualität auf unseren Tellern. Eine klare Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln muss diese Transparenzlücke schließen", betont die ÖVP-Politikern.

 

Link: Bauern an Wirte - Fleisch kennzeichnen


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