Ein Hoch dem 1. April!

Mäusegift statt Katzen?

So könnte man die Arbeit unserer Regierungsvertreter in Kurzform zusammenfassen!

Wenn jegliche Vernunft bei einer Gesetzeswerdung oder bei Verordnungen verloren geht, dann gipfelt dies neben vielen anderen Bereichen in der Kastrationspflicht für Katzen. Regelungen, die in der Stadt ihre Bedeutung haben mögen, unbedacht auf den ländlichen Raum zu übertragen, bedeutet in der Praxis ein Aussterben der Mäusejäger in den Bauernhäusern.

Jede Familie – und dazu zählen auch die Bauern – liebt und pflegt die in ihrer Verantwortung befindlichen Tiere. Die Bäuerinnen und Bauern wissen aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung, dass die Paarung von Katzen nur innerhalb ihrer eigenen Katzenfamilie zu Inzucht und somit in vielen Fällen zu Früh- und Missgeburten führt. Wo bleibt hier die genetische Vielfalt? Ist das der Sinn dieses Gesetzes?

Nicht die Vermehrung der Tiere ist ein Problem sondern die Besitzer, die sich nicht um ihre Tiere kümmern, machen der Gesellschaft zu schaffen.

Als Bauer und Vater war und ist es mir wichtig, meinen Kindern und jetzt den Enkelkindern das Gebären und Aufwachsen von jungen verspielten Tieren nicht vorzuenthalten. Das ist eine der wesentlichen Formen, den Kindern für ihr Leben einen respektvollen Umgang mit den Mitgeschöpfen zu lernen.

Eine solche Kastrationspflicht ist auch ein Anschlag auf die österreichische bäuerliche Struktur. Ich fordere daher den Gesetzgeber auf, diese gesetzliche Verpflichtung zu überdenken und von dieser Form Abstand zu nehmen.

 

Kommentar von Bezirksbauernkammerobmann ÖR Hans Schachl.


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