Diskussionen um Agraria als Alarmsignal für den ländlichen Raum begreifen

Sinkende landwirtschaftliche Einkommen betreffen die gesamte Wertschöpfungskette

LR Hiegelsberger zur Agraria

Die Agraria findet 2016 zum zweiten Mal als von der Herbstmesse losgelöste Fachmesse statt. Im Zuge der Diskussion über Einsparungsmöglichkeiten seitens der Aussteller, bekennt sich Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger zum Messestandort Wels: „Die Agraria, als Leitmesse für die Landwirtschaft bildet die Vielfalt der Branche ab und liefert wertvolle Impulse für Oberösterreich, das Agrarbundesland Nummer Eins.“

 Sinkende Innovationskraft in der Landwirtschaft

„Die Landwirtschaft hat in den letzten vier Jahren ein Einkommensminus von über 30 % hinnehmen müssen, das hat gravierende Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette Lebensmittel. Damit ist auch die ländliche Entwicklung in Oberösterreich in Gefahr“, betont Hiegelsberger. In Oberösterreich sind neben den rund 33.000 landwirtschaftlichen Betrieben knapp 100.000 Bürgerinnen und Bürger in vor- oder nachgelagerten Sektoren beschäftigt. Die Land- und Forstwirtschaft ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für Oberösterreich. Sie trägt wesentlich zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des ländlichen Raumes als Siedlungs-, Wirtschafts- und Erholungsraum bei.

Zwar versteht der Landesrat die Besorgnis der Landmaschinenhersteller, die Neuzulassungen an landwirtschaftlichen Traktoren sinken beispielsweise bereits seit 2013, dennoch hält Hiegelsberger diese Form der Einsparungen für das falsche Signal: „Es braucht Innovations- und Investitionsanreize für unsere Landwirtschaft und ihre vor- und nachgelagerten Betriebe. Die Agraria ist eine Plattform, die Innovationen fördern und die Diversifizierung vorantreiben kann.“

 Es braucht faire Partnerschaften für den ländlichen Raum

„Die fehlende Investitionskraft der heimischen Landwirtschaft gilt es als Alarmsignal zu verstehen. Das Einkommen unserer bäuerlichen Familien muss gesichert sein. Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur Regionalität. Doch dieses Bekenntnis muss sich im Preis und fairen Partnerschaften wiederfinden. Diese Situtation benötigt Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und Zusammenarbeit mit Industrie, Gastronomie und Handel um die Lebensmittelproduktion in Oberösterreich zu sichern und den ländlichen Raum auch zukünftig zu stärken“, fordert Hiegelsberger.


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