Stroheimer Bauern diskutieren Forderungen mit BM Rupprechter

Minister diskutiert Sorge der Bäuerinnen und Bauern aus Stroheim und aus dem benachbarten Haibach ab 2018 von Förderungen des Sonstigen Benachteiligten Gebietes abgeschnitten zu sein.

OBO Stroheim Alois Moser, Ortsbäuerin Maria Ritt, BM Andrä Rupprechter, LK-Präsident Franz Reisecker (Foto: BB Strohheim/Moser)

Minister Rupprechter in Stroheim

Minister Rupprechter besuchte auf Einladung der Ortsbauernschaft Stroheim den landwirtschaftlichen Betrieb der Fam. Adelheid und Wolfgang Augdoppler Stroheim. Hintergrund der Einladung ist die Sorge der Bäuerinnen und Bauern aus Stroheim und aus dem benachbarten Haibach ob der Donau, ab 2018 von Förderungen des Sonstigen Benachteiligten Gebietes abgeschnitten zu sein.

Neue Abgrenzungskriterien betreffen Oberösterreich

Auf Forderung des Europäischen Rechnungshofes wurde bei der letzten EU-Agrarreform festgelegt, bis 2018 eine Neuabgrenzung des Sonstigen Benachteiligten Gebietes vorzunehmen. Oberösterreich wäre von den neuen Abgrenzungskriterien sehr stark betroffen.  Obwohl auf Druck vieler Mitgliedsländer, so auch aus Österreich, es bereits zu spürbaren Abschwächungen der ursprünglichen Abgrenzungskriterien aus dem Jahr 2010 gekommen ist, würden nach derzeitigem Stand alle 104 Betriebe in Stroheim und die Hälfte der gut 60 Betriebe im benachbarten Haibach ob der Donau nicht mehr im Sonstigen Benachteiligten Gebiet liegen. Dies wäre ein weiterer schwerer Rückschlag für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe nach den Auswirkungen der jüngsten GAP-Reform und der Einheitswerthauptfeststellung.

Bauern diskutieren ihre Forderungen mit Bundesminister Rupprechter

BM Rupprechter bekräftigte auf Drängen der Ortsbauernschaften Stroheim und Haibach, sich auf EU-Ebene vehementest für weitere Verbesserungen bei den Abgrenzungskriterien einzusetzen und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Österreich mit dem Erschwernispunktesystem ein absolut korrektes System zur einzelbetrieblichen Feststellung der Bewirtschaftungserschwernisse hat und die Treffsicherheit der Bergbauernförderung im Zusammenspiel mit der derzeitigen Gebietsabgrenzung eine sehr hohe ist. Überdies werde er sich nach Kräften dafür einsetzen, dass die Neuabgrenzung nicht innerhalb der laufenden Programmperiode, sondern zumindest erst mit dem Beginn der kommenden Programmperiode im Jahr 2021 wirksam wird.


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