Breitband ist die digitale Lebensader im ländlichen Raum

Digitalisierung bietet Entwicklungsmöglichkeiten für ländlichen Regionen

Wenn der ländliche Raum den Anschluss nicht verlieren will, muss der Breitbandausbau weiter forciert und schnellstmöglich umgesetzt werden (Foto: Land OÖ)

Im aktuellen Arbeitsprogramm bekennt sich die Bundesregierung im Rahmen der Breitbandstrategie zur Sicherstellung einer gut ausgebauten und leistbaren digitalen Infrastruktur. Die Umsetzung der Breitbandstrategie mit den Mitteln aus der Breitbandmilliarde hat zum Ziel, bis 2020 flächendeckende Verfügbarkeit von ultraschnellem Internet von 100 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Rund 80 Prozent der Haushalte haben de facto einen Breitbandanschluss. Bandbreiten über 100 Mbit sind jedoch noch ein Minderheitenprogramm. „Ultraschnelles Internet ist ein wichtiger Baustein für eine moderne Wissens- und Informationsgesellschaft. Wenn der ländliche Raum den Anschluss nicht verlieren will, muss der Breitbandausbau weiter forciert und schnellstmöglich umgesetzt werden“, so LR und Landesobmann des OÖ Bauernbundes Max Hiegelsberger anlässlich der Vollversammlung der LK Oberösterreich.

Farmmanagementsysteme sorgen für einen nachhaltigen Ressourceneinsatz

Die Palette reicht von der Analyse der Bodenbeschaffenheit für Düngung und Pflanzenschutz, über die Maschinensteuerung bis hin zur optimalen Fütterung. Das über Datenerfassung und -verarbeitung generierte „neue“ Wissen dient der Steuerung, Kontrolle, Optimierung und Automatisierung der Produktionsprozesse und dem Landwirt als unmittelbare Entscheidungs-grundlage. „Ohne einen leistungsstarken Internetzugang, auch im ländlichen Raum, ist die Nutzung vieler Systeme und Anwendungen, welche zur Kostenersparnis und Ressourceneffizienz beitragen, aber auch den Umwelt- und Naturschutz fördern, für Landwirte kaum sinnvoll möglich“, betont Hiegelsberger. Weitere Beispiele für die Vielfalt der digitalen Welt in der Landwirtschaft sind webbasierte Bestellsysteme wie der virtuelle Hofladen, Online-Buchungen bei Urlaub am Bauernhof oder die digitale Förderabwicklung.

Junge Unternehmer müssen für die Digitalisierung sensibilisiert werden.

Die heutigen Technologien bieten jungen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer die Möglichkeit, die Landwirtschaft noch effizienter zu gestalten oder sich mit innovativen Ideen in neue Geschäftsfelder zu wagen. Die landwirtschaftlichen Fachschulen bieten dazu eine fundierte Ausbildung. „Die Schulen sind das Fundament für Innovationen. Wenn wir von Landwirtschaft 4.0 sprechen, müssen wir auch die Ausbildung an diesen Standards festmachen“, so Hiegelsberger.

„Die Digitalisierung ist ein zentrales Zukunftsthema vor allem für die ländlichen Regionen. Der durch die Digitalisierung bewirkte, tiefgreifende Strukturwandel bietet für ländliche Regionen große Entwicklungsmöglichkeiten: Standortnachteile und lange Wege können ausgeglichen, Leben und Arbeiten auf dem Land dank Digitalisierung attraktiver werden“, unterstützt Hiegelsberger jegliche Bemühungen für den Ausbau von ultraschnellen Internet.


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