LR Max Hiegelsberger auf Bezirkstour in Eferding

Wir brauchen ein effizientes Versicherungssystem für Hagel, Dürre und Tierausfall.

Besuch Schweinemaststall in Prambachkirchen

Anlässlich der Bezirkstour von LR Max Hiegelsberger am Dienstag, 18.09. in Eferding wurden einige innovative Betriebe besucht, und die Anliegen der Bauern, Gemeinden und der Region erörtert und diskutiert.

Gestartet wurde die Tour in Haibach ob der Donau, wo sich Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger, LK-Vize Präs. Karl Grabmayr, LKR Alfred Holzer und Bezirksbäuerin Klaudia Ritzberger den Fragen der Bäuerinnen und Bauern bei einem Brunch im Cafe Scheuer stellten.

30 Bäuerinnen und Bauern nutzten die Gelegenheit mit dem BB-Landesobmann und den bäuerlichen Bezirksvertretern zu diskutieren. Intensiv wurden die Themen Dürre, Borkenkäfer, Maikäfer-Engerlinge und die niedrigen Erzeugerpreise diskutiert.

LR Hiegelsberger berichtete über die derzeit anlaufende Dürrehilfe, wo auch die Waldwirtschaft mitberücksichtigt wird sowie den Ausbau der Versicherungen.

„Ich bin überzeugt, dass wir ein effizientes Versicherungssystem für Hagel, Dürre und Tierausfall brauchen. Nur über ein Versicherungssystem hat ein Bauer im Schadensfall einen garantierten Rechtsanspruch auf eine Entschädigungsleistung“, so der Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger.

LK-Vizepräsident Karl Grabmayr informierte und unterstrich seine langjährige Forderung, dass auch beim Holzverkauf eine offene, transparente und für die Bauern nachvollziehbare Klassifizierung des Holzes eingeführt werden muss. Als Vorbild dient für den Vize-Präsident die Schweine- oder Rinderklassifizierung.

Der nächste Zwischenstopp führte die bäuerlichen Vertreter zum Betrieb von Fam. Steininger in Prambachkirchen. Fam. Steininger errichtete neben dem bereits bestehenden Schweinemaststall einen neuen Schweinemaststall für 280 Mastplätze mit besonderen Tierwohlmaßnahmen.

Die Tiere in diesem neuen Stall können sich in ihre Stroh-Liegebuchten zurückziehen, werden gentechnikfrei gefüttert und haben einen größeren Bewegungsraum. Das Schweinefleisch wird aus dieser besonderen tierfreundlichen Haltung über den Markennamen „Hofkultur“ der Fa. Hütthaler vermarktet und im Handel angeboten.

Jungbauer und Hofnachfolger Mario Steininger ist mit diesem neuen Stallsystem sehr zufrieden und hofft, dass dieses besonders tiergerecht erzeugte Fleisch auch beim Konsumenten auf eine positive Resonanz stößt und gekauft wird.

Den Abschluss des Bezirkstages bildete ein Stammtisch mit den Bäuerinnen und Bauern aus Stroheim bei Familie Hofer`s Mostheurigen.

Auch bei diesem Stammtisch waren die Dürre und der Borkenkäfer ein zentrales Anliegen der Bauernschaft. Bauernbundobmann Klaus Hehenberger betreibt ein Holzunternehmen und arbeitet derzeit mit 5 Prozessoren in den Wäldern der Region um das Käferholz möglichst rasch aus dem Wald zu verbringen.

„Wir haben jetzt Wochen hinter uns, wo wir bis zu 1.000 Festmeter Holz pro Tag gefällt- und aus dem Wald gebracht haben. Leider benötigen wir für 1.000 FM Holz, die wir in einem Tag ernten, drei Wochen für den Abtransport durch einen Frächter, was momentan das größte Problem darstellt“, so Klaus Hehenberger.

LR Max Hiegelsberger berichtete über den erst kürzlichen abgehaltenen runden Tisch mit der Sägeindustrie von Oberösterreich.

„Es wird befürchtet, dass allein im heurigen Jahr ein Holzeinschlag von ca. 1 Mio. Festmeter Schadholz erfolgt. Die Sägeindustrie ist bemüht den außerordentlich hohen Anfall von Holz zu verarbeiten. Mit Unterstützung des Bundes und des Landes OÖ. wurden auch zwei Naßlager von je 100.000 Festmeter Holz eingerichtet“, so der Bauernbund-Landesobmann.

 

Foto vlnr.: LAbg. Bgm. Jürgen Höckner, LKR Alfred Holzer, BB-LO LR Max Hiegelsberger, Ortsbäuerin Bernadette Watzenböck, Mario Steininger, LK-Vize Präs. Karl Grabmayr, Bezirksbäuerin Klaudia Ritzberger, Rudolf und Bettina Steininger vor dem neuerrichteten Tierwohl-Mastschweinestahl.


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