Ausweitung der Gebietskulisse in der Dürrehilfe für OÖ

Oberösterreich stellt von der Dürre betroffenen Betrieben weitere 1,9 Mio. Euro an Landesmitteln zur Verfügung.

Das Land Oberösterreich erweitert, nachdem Oberösterreich zu den von Dürre und Trockenheit hauptbetroffenen Regionen zählt, das Maßnahmenpaket der Bundesregierung um weitere 1,9 Millionen Euro aus Landesmitteln. (Foto: Hagelversicherung)

Das Land Oberösterreich erweitert, nachdem Oberösterreich zu den von Dürre und Trockenheit hauptbetroffenen Regionen zählt, das Maßnahmenpaket der Bundesregierung um weitere 1,9 Millionen Euro aus Landesmitteln. „Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern haben in der Landespolitik einen nachhaltigen und starken Partner auf den sie sich in Krisenzeiten verlassen können“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer. 

Bisher waren für Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern rund 10 Millionen Euro allein an Direkthilfen vorgesehen, 5 Millionen Euro davon werden bereits durch das Agrarressort des Landes Oberösterreich kofinanziert. Dies konnte nun aufgestockt werden. Anstelle der bundesweiten Niederschlagsgrenze von 320 mm gewährt Oberösterreich den betroffenen Bäuerinnen und Bauern die finanzielle Direkthilfe bis zu einer Niederschlagsmenge von 350 mm. „Gerade im rinderstärksten Bundesland wollen wir treffsicher unterstützen. Die Situation in Oberösterreich zeigte, dass eine Ausweitung der Direkthilfe für unsere Bäuerinnen und Bauern essentiell ist. Mit dieser zusätzlichen Finanzhilfe leisten wir einen Beitrag zum Bestehen unserer Familienbetriebe“, erklärt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Somit kann dank der zusätzlichen Landesmittel die Direktbeihilfe auf weitere 92 Katastralgemeinden (KG) ausgeweitet werden. Rund 1.500 oberösterreichische landwirtschaftliche Betriebe profitieren von dieser zusätzlichen Ausschüttung an Landesmitteln. 

Ansonsten gelten die gleichen Voraussetzungen, die auch das Maßnahmenpaket des Bundes vorsieht. Anspruchsberechtigt sind demnach Betriebe mit mindestens drei Raufutter verzehrenden Großvieheinheiten (RGVE) und zwei Hektar Grünland bzw. Feldfutter ohne Silomais, die in der Langperiode (01.04.2018 bis 31.08.2018) ein Niederschlagsdefizit von 40 Prozent bzw. in der Kurzperiode (42 aufeinanderfolgende Tage innerhalb der Langperiode) ein Defizit von 95 Prozent aufweisen. Alternativ kann auch die Differenz des Niederschlags, im Vergleich zu den letzten 10 Jahren, über 220 mm liegen bzw. die Niederschlagsmenge in der KG unter 320 mm und speziell in Oberösterreich nun unter 350 mm liegen. 


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