Unser Essen - Wissen, wo's herkommt!

Mit der Aktion Gut zu Wissen wird dem Wunsch der Konsumenten einer besseren Herkunftskennzeichnung von Lebensmittel Rechnung getragen.

Mit der rot-weiß-roten Lupe werden heimisches Fleisch und Eier sowie die Haltungsform der Legehennen gekennzeichnet (Foto: LKO)

"Heimische Qualitätsprodukte liegen im Trend. Wir müssen unseren hochwertigen rot-weiß-roten Erzeugnissen den Vorrang geben, und genau das wollen wir mit einer durchgängigen Herkunftskennzeichnung erreichen", erklärte Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, anlässlich der Grünen Woche. "Mit einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung würden wir aber nicht nur einem Trend entsprechen, wir könnten gleichzeitig auch die Wertschöpfung auf unseren bäuerlichen Familienbetrieben steigern", erklärte Köstinger. "Länder wie Frankreich und Italien zeigen es vor, regionale und heimische Lebensmittel liegen im Trend." 

Unterschriftenaktion für die Kampagne „Gut zu Wissen“

"Mit der Kampagne 'Gut zu wissen' unterstützt der Bauernbund österreichweit die Initiative der Landwirtschaftskammer für eine transparentere Herkunftskennzeichnung. Ziel ist die gesetzliche Verankerung der Kennzeichnung für verarbeitete Produkte und Erzeugnisse in der Gemeinschaftsverpflegung - so wie auch im Regierungsprogramm verankert. Für unsere Bäuerinnen und Bauern ist es eine Überlebensfrage, dass österreichische Produkte klar deklariert werden", unterstrich Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Mit der Unterschriftenaktion will der Bauernbund gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer ein klares Zeichen setzen für eine unverzügliche Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung in Österreich. Die Initiative kann auch online unter www.bauernbund.at oder www.gutzuwissen.co.at unterstützt werden.

Bauernbund fordert eine einheitliche Herkunftskennzeichnung in der EU

Bedingungslose Voraussetzung für eine bessere Herkunftskennzeichnung sei die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit heimischen Rohstoffen. "Wir brauchen Versorgungssicherheit bei österreichischen Lebensmitteln, denn diese ist, wie das vergangene Jahr bewies, keine Selbstverständlichkeit mehr", gab Strasser zu bedenken. Der Bauernbund-Präsident tritt auch für eine einheitliche Herkunftskennzeichnung auf europäischer Ebene ein. "Es braucht mehr als Einzelinitiativen in den EU-Mitgliedstaaten, wie etwa in Frankreich, Italien, Finnland und anderen Ländern, denn das wünschen sich auch die Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa", so der Präsident. 

Herkunftskennzeichnung im LDZ umgesetzt

Mit Vehemenz haben Bauernbund und Landwirtschaftskammer dieses Thema immer wieder aufs Tapet gebracht und die Herkunftskennzeichnung eingefordert. „Bewusste Kaufentscheidungen, die durch die Herkunftskennzeichnung möglich werden, stärken die Position unserer Landwirtschaft“, so Bauernbund-Landesobmann, LR Max Hiegelsberger. Diese Bemühungen tragen in Oberösterreich nun Früchte. In den Landesküchen soll der regionale Lebensmittelanteil gesteigert und die Herkunft von Fleisch und Eiern gekennzeichnet werden.

Gestartet wurde das Projekt zu Beginn dieses Jahres mit der Küche des Landesdienstleistungszentrums (LDZ), in der jährlich 380.000 Essen ausgegeben werden. Nach einem Jahr wird – auch kostentechnisch – analysiert. Dann sollen weitere Küchen folgen. Insgesamt betreut das Land Oberösterreich 42 Küchen, in denen täglich für 8200 Menschen gekocht wird. „Mit der Kennzeichnung der regionalen Herkunft wollen wir Transparenz in der Gemeinschaftsverpflegung gewährleisten und ein Vorbild für andere Großküchen sein, in dem wir das Bewusstsein für regionale Lebensmittel stärken“, sagte Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer anlässlich der Präsentation des Projekts im Herbst des vergangenen Jahres.


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