Die Engerlinge des Mai- und Junikäfers fressen sich lautlos durch unsere Gärten, Hochbeete und Grünland

Wenn mehr als 30 Maikäfer-Engerlinge am m2 vorhanden sind, ist eine sofortige Bekämpfung unbedingt erforderlich

seiringer/ooe.bauernbund

Mehr als 80 Besucher konnte Bezirksobmann Bgm. Martin Dammayr beim Bauernbund-Informationsabend über die Mai- und Junikäfer Engerlinge am Dienstag, 23. April im Gh Berghamer in Neukirchen/W. begrüßen.

Bezirksobmann Bgm. Martin Dammayr konnte mit Ing. Robert Gaubinger von der BBK GR/WE/EF und Gustav Leitner vom Maschinenring Grieskirchen zwei Referenten und Praktiker zu diesem Informationsabend gewinnen.

BB-Bezirksobmann Dammayr informierte noch über die aktuelle Imagekampagne „Dein Bauer – deine Bäuerin bringt`s - mit der auf die Leistungen, die unsere Bäuerinnen und Bauern für unser Land erbringen - hingewiesen wird“, so der Bezirksobmann.

Der Maikäfer hat einen dreijährigen Zyklus. 2019 ist ein Fraß-Jahr der Engerlinge, womit wir mit massiven Schäden zu rechnen haben. Im heurigen Jahr werden noch viele Grund- und Gartenbesitzer überrascht werden von den Fraß-Schäden der Maikäfer-Engerlinge.

„Es ist wichtig, dass jetzt Anfang Mai alle dünnen Gras- und Grünlandbestände genauer auf das Vorhandensein von Engerlingen untersucht werden. Mit einem Spaten sollte eine Grasnarbe in 6-8 cm tiefe ausgehoben werden um eventuell vorhandene Engerlinge freizulegen. Die Schadschwelle beträgt 25 - 30 Engerlinge pro m2“, so Ing. Robert Gaubinger von der Bezirksbauernkammer GR/WE/EF.

„Wenn mehr als 30 Maikäfer-Engerlinge am m2 vorhanden sind, ist eine sofortige Bekämpfung unbedingt erforderlich, da der Engerling nach einem Kahlfraß sehr rasch in angrenzende Grünlandflächen weiterwandert“, so Ing. Gaubinger weiter.

Gustav Leitner vom Maschinenring informierte über die möglichen und bewährten technischen und mechanischen Maßnahmen zur Engerling-Bekämpfung. „Bewährt hat sich eine zweimalige Bearbeitung von befallenen Flächen mit einer Kreiselegge und einer anschließenden Neuansaat ab Mitte Mai“, so der MR-Experte Gustav Leitner.

Gute Erfolge wurden auch mit einer Behandlung mit Pilzgerste bzw. einem neuen biologischen Mittel, einem natürlich vorkommenden Pilzstamm erzielt. „In Erprobung ist aktuell ein neues, vielversprechendes Verfahren, bei dem die Grünlandflächen in einer Überfahrt mit Cultan-Gerät (Igel) und dem neuen biologischen Pilzstamm behandelt werden“, so Gustav Leitner vom Maschinenring Grieskirchen.


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