Bäuerliche Sozialversicherung im Spannungsfeld zwischen Leistungen und den Beitragszahlern

Auf Einladung von Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger konnte der Direktor der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in OÖ. Herr Dr. Josef Striegl für einen Informations- und Diskussionsabend gewonnen werden.

Foto (OÖ Bauernbund/Seiringer): Bezirksbäuerin Gabi Bäck; Dr. Josef Striegl; Jungbauern-Bezirksobmann Florian Mair; LKR Margit Mayr-Steffeldemel; Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger

Mehr als 90 Bäuerinnen und Bauern informierten sich aus erster Hand über die Leistungen und zukünftigen Herausforderungen ihrer Sozialversicherung am Mittwoch, 8. März im Gh. Wösner in Münzkirchen.

 

Am Beginn der Ausführungen präsentierte Dr. Striegl die Meilensteine in der bäuerlichen Sozialpolitik sowie die demographische Entwicklung in Österreich. Durch eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung und -vorsorge liegen wir in Europa im Spitzenfeld bei der Lebenserwartung.  Die steigende Lebenswartung stellt aber die Sozialversicherungsanstalten vor eine große Herausforderung.

 

Im bäuerlichen Bereich hat die SVB viele spezielle Maßnahmen gesetzt um den Betriebsleitern im Falle eines Arbeitsunfalles bestmöglich unterstützen zu können. Die Reha- und Gesundheits­­aktionen der SVB werden ständig angepasst und bestens genützt.

 

Bei den bäuerlichen Pensionisten gibt es durch die kleinstrukturierte Landwirtschaft auch viele Personen, die eine Ausgleichszulage zu ihrer Pension erhalten. Mit der Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes auf € 1.000,-- bei 30 Beitragsjahren wurde eine sozialpolitisch wichtige Maßnahme für die Kleinstpensionisten umgesetzt. Der Ausbau der Pflegeleistungen spielt im bäuerlichen Bereich eine sehr wichtige Rolle, da der Anteil der Zuhause gepflegten Angehörigen in der Landwirtschaft am höchsten ist. Die SVB unterstützt mit speziellen Gesundheitsangeboten auch jene Personen, die eine Person Zuhause pflegen.

Rege diskutiert wurde über die Pensionsreform sowie über das Pensionskonto, die Wirksamkeit der neuen Einheitswerte und die Beitragsgutschrift, der letzten Quartalsvorschreibung aufgrund der niedrigen Agrarpreise im letzten Jahr.




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