Steuervorschläge auf Eigentum sind existenzgefährdend

Ausgabenseitig reformieren, statt Mittelstand zusätzlich belasten

Österreich hat eine der höchsten Steuern- und Abgabenquote, neue Steuern würden nur den Mittelstand und damit viele bäuerliche Familienbetriebe belasten (Foto: Land OÖ)

Das Modell der bäuerlichen Familienbetriebe basiert auf hoher unternehmerischer Eigenverantwortung und ist generationsübergreifend ausgerichtet. „Die Bäuerinnen und Bauern erwirtschaften ihr Einkommen nicht vom Verkauf ihrer Grundstücke, sondern aus den Erträgen dessen, was auf Grund und Boden wächst“, so der Landesobmann des OÖ Bauernbundes, LR Max Hiegelsberger. Besonders irritierend sind dabei die neuen Steuerideen einiger politischer Gruppierungen rund um Erbschafts- und Schenkungssteuer. „Gerade die bäuerlichen Familienbetriebe sind abhängig vom Generationendenken. Derartige Steuern sind für den Weiterbestand bäuerlicher Familienbetriebe existenzbedrohend. Diese Art von Klassenkampf gefährdet die Eigenversorgung Österreichs mit hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten“, warnt der Landesobmann. Es widerspricht unserer Ideologie der persönlichen Freiheit und wirtschaftlichen Entwicklungskraft. „Sebastian Kurz schlägt hier einen gänzlich anderen Weg ein – er möchte Österreich wieder zu einem ‚Land der Eigentümer‘ machen“, so Hiegelsberger.

Höchste Steuern- und Abgabenquote

Österreich hat mit 43,2% eine der höchsten Steuer- und Abgabenquote in ganz Europa. "Wenn ein Land mit einer der höchsten Steuerquoten wieder neue Steuern erfindet, ist das mit Sicherheit der falsche Weg“, so Hiegelsberger. Experten zufolge bringt eine Erbschafts- und Schenkungssteuer im besten Fall 500 Mio. Euro. „Wenn damit – wie Bundesminister Stöger argumentiert - die Pflege finanziert werden soll, welche in Summe mehr als 5 Mrd. Euro ausmacht, dann wird sich das nicht ausgehen. Oder die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird eine Massensteuer, welche dann jeden Bürger betrifft“, warnt der Landesobmann. „Für uns als Bauernbund steht daher an erster Stelle, dass es auch in Zukunft keine Vermögens- und Erbschaftssteuern geben darf. Nur so kann das Überleben der bäuerlichen Familienbetriebe, die so viel für die Attraktivität unseres Landes leisten, gesichert werden.“ 


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