Genussvolle Ostern mit heimischen Eiern

Verwendung von heimischen Eiern in verarbeiteten Produkten kostet nur ein paar Cent mehr

Die Bevölkerung soll Klarheit bekommen, woher die verwendeten Eier in Kuchen, Nudeln und Fertiggerichten kommen und wie die Legehennen gehalten werden.

Den Konsumentinnen und Konsumenten sind Herkunft und Haltungsform von Eiern wichtig. Das geht aus einer aktuellen AMA-Umfrage hervor. Bei der Kennzeichnung der Herkunft von verarbeiteten Eiern besteht allerdings noch Nachholbedarf. Die Landesbäuerin im OÖ. Bauernbund, LAbg. Annemarie Brunner, fordert daher eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von verarbeiteten Eiern.

Rund 4 Euro gibt ein Haushalt pro Monat durchschnittlich für Eier aus. „Nur mit ein paar Cent mehr je Ei an der Kasse kann der Konsument die Eigenversorgung der heimischen Eiproduktion sicherstellen“, ist Brunner überzeugt. Expertenberechnungen der LK Steiermark zeigten auf, dass etwa bei Verwendung heimischer Eier eine Tube Mayonnaise nur 0,6 Cent oder Eierbiskotten nur 2,3 Cent mehr kosten würden. „Nachdem Herkunft und Haltungsform für die Kaufentscheidung besonders wichtig sind, sollte diese Entscheidungsfreiheit – wie beim Schalenei – auch bei verarbeiteten Produkten, in der Gemeinschaftsverpflegung oder in der Gastronomie in Form einer transparenten Kennzeichnung möglich sein, so Brunner.

Ei, woher kommst du?

Die Nachvollziehbarkeit der Herkunft ist nicht überall so einfach wie bei Schaleneiern. „Nur 35% des Gesamtverbrauchs an Eiern werden als Schaleneier verkauft, den Großteil verarbeitet die Lebensmittelindustrie oder geht in die Gastronomie, Großküchen und Hotellerie“, so Brunner. Ein Sechstel des Eigenbedarfs von etwa 2 Mrd. Eiern ist Importware, täglich werden umgerechnet rund 1 Mio. Eier importiert. Aufgrund der fehlenden Kennzeichnungspflicht ist die Herkunft der Eier, besonders in den Verarbeitungsprodukten, nicht immer lückenlos nachvollziehbar. „Es gilt zwar innerhalb der Europäischen Union seit 2012 ein generelles Verbot der Käfighaltung, einige Mitgliedsstaaten sind aber in der Umsetzung noch säumig. Sehr zum Leidwesen unserer vorbildlichen Legehennenhalter, welche bereits 2009 umgestellt haben“, betont die Landesbäuerin.

„Unser Ziel ist es die Nachvollziehbarkeit der Warenströme bei Eiern sicherzustellen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollten wissen, was sie kaufen“, sagt die Landesbäuerin. „Daher fordere ich eine verpflichtende Deklarierung über Herkunft und Haltungsform von verarbeiteten Eiern.“ Der Gastronomie gegenüber richtet Brunner den Appell, heimische Eier zu verwenden und keine Scheu davor zu haben, diese auf freiwilliger Basis in ihren Speisekarten auszuloben.


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