Baubeginn für Agrarbildungszentrum Hagenberg:

Neue Bildungsdrehscheibe für den ländlichen Raum ab dem Schuljahr 2017/18

Bildquelle: Land OÖ/Kauder

„Der Spatenstich für das neue Agrarbildungszentrum Hagenberg, in dem künftig die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Freistadt, Katsdorf und Kirchschlag zusammengeführt werden, ist ein echter Grund zum Feiern“, betonen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger: Die Sanierung der drei bestehenden Standorte hätte mehr finanzielle Mittel erfordert als der Neubau, eine Sanierung wäre zeitgleich zudem nicht möglich gewesen.

 

Ausbildungsplatz für 400 Schülerinnen und Schüler ab 2017/18

Knapp 34 Millionen Euro fließen in die Errichtung der neuen Bildungsdrehscheibe für den ländlichen Raum, die auf Initiative der drei bisherigen Schulen gestartet wurde. Im ABZ Hagenberg werden auf einer Nutzungsfläche von etwa 12.000 Quadratmetern ab dem Schuljahr 2017/18 rund 400 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

 

„Aufgrund zahlreicher Synergien wird die neue Bildungsstätte über ein Angebot verfügen, das das bisherige sowohl in Qualität als auch Effizienz der eingesetzten Mittel deutlich übertrifft“, sagt Landeshauptmann Pühringer. „Neben den beiden herkömmlichen Fachrichtungen Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement (‚Mädchenschulen‘) und Landwirtschaft (‚Burschenschulen‘) wird das neue Schulzentrum verstärkt über die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Bildungsangebote verfügen“, so Landesrat Hiegelsberger.

 

In einem intensiven Entwicklungsprozess wurden das Schulkonzept und die Schwerpunkte fixiert. Im 1. Jahrgang soll in einem hohen Ausmaß die koedukative, fachrichtungsübergreifende Ausbildung umgesetzt werden. Vor dem 2. und 3. Jahrgang müssen sich die Schülerinnen und Schüler für einen Schwerpunkt entscheiden.

 

Die Schwerpunkte:

  • Fachrichtung Landwirtschaft: Futterbau und Rinderhaltung, Ackerbau und Veredelungswirtschaft, Forst und Erneuerbare Energien
  • Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement: Gesundheit und Soziales, Gastro-Management mit Schwerpunkt Landtouristik, Floristik und Gartendesign
  • Gemeinsam: Betriebsmanagement und Direktvermarktung

 

Bündelung hat mehrere positive Effekte

Die Bündelung der drei Standorte in einem Bildungszentrum hat mehrere positive Effekte: Es kommt beispielsweise zu einer spürbaren Reduzierung der Betriebskosten. In diesem Zusammenhang ist mit einem Einsparungspotenzial von etwa zwei Dienstposten zu rechnen.

 

Ideale Voraussetzungen ergeben sich darüber hinaus durch Partnerprojekte mit der AGES und dem Rinderzuchtverband Oberösterreich sowie durch die Nutzung der bildungsfreundlichen Infrastruktur mit dem Softwarepark Hagenberg. Für den landwirtschaftlichen Praxisunterricht wird auch in Zukunft das Landesgut Katsdorf genutzt.

 

Im angeschlossenen Schülerheim werden die bisherigen „Mädchenschulen“ und „Burschenschulen“ zusammengeführt. Das Agrarbildungszentrum Hagenberg wird mit einer Genusslandküche ausgestattet, die die bäuerliche Beteiligung an der Lebensmittelproduktion bewusstmachen soll. Beheizt werden die Räumlichkeiten mit erneuerbarer Energie aus bäuerlichem Waldhackgut.

 


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