LR Hiegelsberger: „Entschädigung aus dem Katastrophenfonds für Eis- und Schneebruchschäden in OÖ. Wäldern!“

In der ersten Dezemberwoche kam es vor allem in Niederösterreich und in der Steiermark zu teilweise extremen Eisbruchschäden in den Wäldern.

Bildquelle: OÖ Bauernbund

„Oberösterreich ist bei diesem Schadereignis glücklicherweise glimpflich davongekommen. Insgesamt sind rund 30.000 fm (Festmeter) Schadhölzer angefallen“, betont Agrar- und Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger.

 

Ein seltenes Naturschauspiel, sorgte auch in Oberösterreich für zahlreiche Feuerwehr- und Rettungseinsätze. Unter der Last des Eises sind hunderte Bäume abgeknickt. „Tiefe Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass sich dicke Schichten von Raureif gebildet hatten“, stellt Agrar- und Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger fest. In unserem Bundesland waren im Wesentlichen das nordöstliche Mühlviertel und hier vor allem die Gemeinde Liebenau und der Hausruck betroffen.

 

„Für die Aufarbeitung von flächigen Schäden wird eine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds des Landes OÖ gewährt“, so Hiegelsberger. Die Schadfläche muss mindestens 0,5 Hektar betragen und kann sich auch aus Einzelflächen von mindestens 0,1 Hektar Größe zusammensetzen. Die Beihilfe beträgt je nach Bringungssituation Euro 1.000,-- bzw. Euro 1.500,-- je Hektar und ist über die Gemeinde zu beantragen.

 

„Sicheres Aufarbeiten hat oberste Priorität. Das betrifft die notwendige Schutzbekleidung genauso, wie die richtige Arbeitstechnik“, so Hiegelsberger. „Auch die erhöhte Gefährdung durch Sekundärschädlinge wie Pilze und Borkenkäfer ist zu beachten“, erklärt der Agrar-Landesrat weiter. Eine kompetente Beratung bieten die Forstdienste der Bezirkshauptmannschaften und der Bezirksbauernkammern an.

 

„Die Schäden traten vor allem an Einzelbäumen und Bestandsrändern auf, wobei diese von einzelnen Astabbrüchen, über teilweise bis vollständige Kronenbrüche bis hin zu Stammbrüche reichen“, betont Hiegelsberger. Der Anteil schwer geschädigter Stämme und die Baumartenzusammensetzung sind neben dem Bestandsalter wichtige Entscheidungsgrundlagen für die weitere Behandlung der geschädigten Bestände.


 


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