Landesrat Max Hiegelsberger warnt: „Nach dem Windwurf kommt der Borkenkäfer“

Rasche und richtige Aufarbeitung von Sturmholz besonders wichtig!

Bildquelle: Land OÖ/Killinger

“Nach dem Windwurf besteht die Gefahr eines Borkenkäferbefalls“, appelliert der zuständige Landesrat Max Hiegelsberger an Waldbesitzer/innen, das Ende März durch das Sturmtief Niklas angefallene Holz möglichst rasch aufzuarbeiten. “Nur so können Folgeschäden weitgehend vermieden bzw. minimiert werden“. Denn: Eine effektive Borkenkäferbekämpfung erfordert bereits in der ersten Schwärmphase der Käfer konsequentes Handeln.

 

Das Holz kann den seit Mitte April schwärmenden Fichtenborkenkäfern einen idealen Brutraum bieten. „Obwohl sich die Population derzeit auf einem niedrigen Niveau befindet, besteht die Gefahr einer Massenvermehrung, wenn nicht schnell die richtigen Maßnahmen gesetzt werden“, betont Hiegelsberger. Die größte Gefahr geht von nicht zeitgerecht aufgearbeiteten Einzel- und Nesterwürfen aus, diese sind daher vordringlich zu bearbeiten. In den tieferen Lagen muss abhängig von der Witterung damit gerechnet werden, dass die Käfer bis spätestens Ende Mai die Windwurfbäume zur Anlage von Geschwisterbruten wieder verlassen.

 

„Im Gegensatz zu größeren Windwurfflächen, wo die Elternkäfer dann die noch ausreichend vorhandenen nicht besiedelten Windwurfstämme befallen, ist bei nicht zeitgerecht aufgearbeiteten Einzelwürfen jedenfalls ein Stehendbefall der unmittelbaren Nachbarbäume die unvermeidliche Folge“, erklärt der Landesrat. Da ein Borkenkäferpaar unter günstigen Bedingungen von Frühjahr bis Herbst bis zu 30.000 Nachkommen hervorbringen kann, ist eine möglichst frühzeitige Ausforschung frisch befallener Bäume und die rasche Aufarbeitung und Entfernung aus dem Wald besonders wichtig.


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