Haben christliche Werte heute noch Bestand?

Über dieses Thema referierte Frau Dr. Christine Haiden beim Bezirkstag der Altbauerngmeinschaft Schärding.

Foto vLnR (OÖ Bauernbund/Seiringer): Katharina Diebetsberger, Hubert Berndorfer, Peter Gumpinger, Alois Stadler, Dr. Christine Haiden, Bgm. Eduard Paminger, ÖR Alois Gimplinger

Bis auf den letzten Platz füllte sich mit mehr als 300 Altbäuerinnen und Altbauern der Saal des Kirchenwirtes von St. Ägidi am Dienstag, 7. März anlässlich des Bezirkstages der Altbauerngemeinschaft Schärding. Zum diesjährigen Bezirkstag konnte Bezirksobmann ÖR Alois Gimplinger, Frau Dr. Christine Haiden als Referentin zum Thema „Haben christliche Werte heute noch Bestand“ gewinnen.

 

Bezirksobmann ÖR Alois Gimplinger war über den zahlreichen Besuch sehr erfreut, was bestätigt, dass es zu diesem Thema viele offene Fragen in unserer Gesellschaft gibt. Das Thema der Weitergabe von Glauben und Werte beschäftigt vor allem die ältere Generation. 

 

Frau Dr. Christine Haiden spannte in ihren Ausführungen den Bogen vom Umgang und den Möglichkeiten der neuen Technologien wie Internet, Handy und den Informationsaustausch bis hin zu unseren Glaubens- und Wertvorstellungen. Durch diese neuen technischen Möglichkeiten wächst die Welt näher zusammen. Nicht nur wir wissen wie es in anderen Teilen der Welt aussieht, auch die Menschen in diesen weit entfernten Ländern wissen wie es in Europa aussieht und welche politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen hier vorherrschen.

 

Der überwiegende Teil der Österreicher wurde in einer römisch-katholischen Familie geboren und lebte in einem sicheren sozialen Umfeld. Wurde ein Kind hingegen im Irak, der Türkei oder Syrien geboren, wurde es mit größter Wahrscheinlichkeit in einer moslemischen Familie geboren. Dieser Umstand belegt jedoch noch nicht, wie diese Kinder ihren Glauben tatsächlich leben und welchem Wert sie dem Glauben in ihrem Leben einräumen.

 

Andere Kulturen andere Bräuche. Jüngere Menschen haben durch die Verständigungs-möglichkeiten über Fremdsprachen einen leichteren Zugang zu anderen Kulturen. Durch schulische Austauschprogramme und Fernreisen lernen sie andere Kulturen und Religionen kennen. Sie prüfen, vergleichen, wägen ab und hinterfragen auch die eigenen oft traditionellen Glaubensgrundsätze.

 

„Der Glaubensgrundsatz „An den Früchten werdet ihr sie erkennen“ - gilt vermutlich über alle Menschen und Religionen. In der Bibel finden wir auch Hinweise, wie wir unser Leben gestalten sollten. In der sogenannten Bergpredigt in Matthäus, Kapitel 5 finden wir Hinweise, wie wir leben und handeln sollen“, so Frau Dr. Haiden.

 

Bgm. Eduard Paminger stellte die Gemeinde St. Ägidi vor und präsentierte den Agenda 21 Prozess mit einer breiten Bürgerbeteiligung in St. Ägidi.

 

Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger informierte über aktuelle agrarpolitische Themen. Beim Thema Umweltschutz, Tierwohl, Gentechnikfreiheit nimmt Österreich in der EU eine Spitzenposition ein. Die Werbung für unsere österreichischen Qualitäten mit dem AMA-Gütesiegel müssen wir als Bäuerinnen und Bauern auch selbst unterstützen. Zu diesem Zweck ist am Samstag, 8. April eine Image-Kampagne für regionale österreichische Produkte, in Kooperation mit den Supermärkten, geplant.

 

Bezirksobmann-Stellvertreter Hubert Berndorfer informierte noch über die geplanten Exkursionsfahrten der Altbauerngemeinschaft. Von 29. April bis 8. Mai führt eine Reise nach Russland mit den Städten Moskau, Nowgorod und St. Petersburg.  Im Herbst geht die Reise ins Burgenland. Vom 04.-09. bzw. 11.-13. September wird über St. Margarethen, Mörbisch mit anschließender Schiff und Pferdekutschenfahrt der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel erkundet. Auf der Heimreise wird noch der Flughafen Wien besichtigt.

 

Für die musikalische Umrahmung am Bezirkstag sorgten die „Unterinnviertler“.


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