Zucker ist süß – aber nicht ungesund

In einer Überflussgesellschaft steht Süßes in Form von Zucker immer wieder in der Kritik

In einer Überflussgesellschaft steht Süßes in Form von Zucker immer wieder in der Kritik (Foto: fotolia/Atamanenko)

Zucker ist derzeit der "Schurke" unter den Nährstoffen, so wie es vor 20 Jahren das Fett war. Vieles, was wir über Zucker zu wissen meinen, ist oft falsch. „Es gibt weder ‚gute‘ noch ‚böse‘ Lebensmittel, diese Einteilung lässt sich seriös nicht treffen. Wesentlich sind die langfristigen Essgewohnheiten“, so die Ernährungswissenschaftlerin Mag. Marlies Gruber von forum.ernährung heute. „Die Gründe für Übergewicht sind mannigfaltig. Zum einen spielen biologische Faktoren wie genetische Veranlagung, Hormonhaushalt, Alter und Geschlecht eine Rolle, zum anderen hängt die Energiebilanz klarerweise vom Essverhalten, aber eben auch vom Schlaf- und Bewegungsverhalten ebenso wie von anderen Lebensstilfaktoren wie Stresslevel und Nikotinkonsum ab.“ Für ein gesundes Leben kommt es eben auf einen insgesamt gesunden Lebensstil an. Dazu zählen eine maßvolle und ausgewogene Ernährungsweise und ausreichend Bewegung. Zucker ist ein essentieller Energielieferant für unseren Körper und auf den Etiketten genau ausgewiesen. „Das übermäßiger Zuckerkonsum dem Körper nicht gut tut, das sollte hinlänglich bekannt sein“, so der BB-Landesobmann LR Max Hiegelsberger. „Umso mehr ist es daher notwendig, sich mit einer ausgewogenen Ernährung auseinanderzusetzen, anstatt einzelne Produkte zu verteufeln.“ Wer daher mit Maß und Ziel genießt und Bewegung in den Alltag bringt, bleibt eher von überschüssigen Kilos verschont.

Der Zuckerverzehr nimmt seit Jahren kontinuierlich ab
„Laut Statistik Austria ist der jährliche Zuckerverbrauch pro Kopf seit 1994 von 41 kg auf rund 34 kg zurückgegangen. Die Zuckeraufnahme liegt laut Österreichischem Ernährungsbericht 2012 bei 50 g pro Kopf und Tag. Das entspricht 10 Energieprozent und damit auch der gültigen WHO-Empfehlung (Empfehlung: 50 g, bedingte Empfehlung: 25 g)“, erklärt Hiegelsberger. Die WHO weist etwa auch darauf hin, dass insbesondere der Konsum von zuckergesüßten Getränken die Gesamtenergiezufuhr erhöht und damit ein erhöhtes Risiko für Gewichtszunahme und chronische Krankheiten verbunden ist.

Gesunde Ernährung fängt bei den Kindern an
Das Ernährungsverhalten wird bereits in der Kindheit entscheidend geprägt, Ess- und Trinkgewohnheiten werden oft ein Leben lang beibehalten. Daher sollen auch schon Kinder für diese Thematik sensibilisiert werden. Information und Aufklärung sind die ersten und wichtigen Schritte auf dem Weg zu einer besseren Ernährungssituation der Bevölkerung. „Schule am Bauernhof“ leistet hier einen wichtigen Beitrag dazu. „Das Wissen über die Herkunft, Produktion und Qualität der heimischen Lebensmittel kann am besten von Bäuerinnen und Bauern direkt am landwirtschaftlichen Betrieb transportiert werden“, ist der Landesobmann überzeugt.


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