Eier – heimisches Superfood aus kontrollierter Herkunft

Landesbäuerin Brunner wirbt für verpflichtende Kennzeichnung über Herkunft und Haltungsform von verarbeiteten Eier

Österreich hat EU-weit die strengsten Tierhaltungsvorschriften in der Geflügelhaltung (Foto: Bauernbund)

Die Österreicherinnen und Österreicher konsumieren gemäß Statistik Austria pro Jahr und Kopf durchschnittlich 234 Eier. Die Einzel-Eikennzeichnung gibt Information darüber, ob das Ei mit gutem Gewissen genossen werden kann. Ein Stempel mit dem sogenannten Erzeugercode auf jedem Ei gibt Bescheid über Haltungsform, Herkunftsland und den landwirtschaftlichen Betrieb aus dem es kommt. In Österreich kann das jede Konsumentin und jeder Konsument selbst nachprüfen. Der Erzeugercode, der direkt am Ei aufgedruckt ist, gibt Auskunft über die Haltungsform, das Herkunftsland und die Betriebsnummer des Erzeugers. In der Eierdatenbank www.eierdatenbank.at kann der Name und die Anschrift des Legehennen-Halters abgerufen werden. „In keinem anderen EU-Land schreibt das Gesetz so viel Platz pro Huhn vor wie in Österreich. Mit einer Besatzdichte von 30 Kilo pro Quadratmeter haben wir die strengsten Auflagen aller europäischen Länder. Zusätzlich wird über den Geflügelgesundheitsdienst ein bestmöglicher Verbraucherschutz garantiert, um auch künftig qualitativ hochwertige und kontrollierte Lebensmittel aus heimischer Herkunft anbieten zu können“, so die Landesbäuerin des OÖ Bauernbundes, LAbg. Annemarie Brunner.

Ei, woher kommst du?
Diese Nachvollziehbarkeit der Herkunft ist nicht überall so einfach wie bei Schaleneiern. „Nur 35% des Gesamtverbrauchs an Eiern werden als Schaleneier verkauft, den Großteil verarbeitet die Lebensmittelindustrie oder geht in die Gastronomie, Großküchen und Hotellerie“, so Brunner. Ein Sechstel des Eigenbedarfs von etwa 2 Mrd. Eiern ist Importware, täglich werden umgerechnet rund 1 Mio. Eier importiert. Aufgrund der fehlenden Kennzeichnungspflicht ist die Herkunft der Eier, besonders in den Verarbeitungsprodukten, nicht immer lückenlos nachvollziehbar. „Es gilt zwar innerhalb der Europäischen Union seit 2012 ein generelles Verbot der Käfighaltung, einige Mitgliedsstaaten sind aber in der Umsetzung noch säumig. Sehr zum Leidwesen unserer vorbildlichen Legehennenhalter, welche bereits 2009 umgestellt haben“, so Brunner.

„Unser Ziel ist es die Nachvollziehbarkeit der Warenströme bei Eiern sicherzustellen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollten wissen, was sie kaufen“, sagt die Landesbäuerin. „Daher fordere ich eine verpflichtende Deklarierung über Herkunft und Haltungsform von verarbeiteten Eiern.“ Der Gastronomie gegenüber richtet Brunner den Appell, heimische Eier zu verwenden und keine Scheu davor zu haben, diese auf freiwilliger Basis in ihren Speisekarten auszuloben.


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