Bezirkstag der Altbauerngemeinschaft Schärding

„Sozial-Hilfsbereit-Verlässlich“, so tituliert Bezirkshauptmann Dr. Rudolf Greiner den Sozial-Hilfe-Verband (SHV) des Bezirkes Schärding beim Bezirkstag der Altbauerngemeinschaft Schärding.

Hubert Berndorfer, LAbg. Bgm. Hans Hingsamer, Katharina Diebetsberger, ÖR. Alois Gimplinger, Bezirkshauptmann Dr. Rudolf Greiner (Quelle: OÖ Bauernbund)

ÖR Alois Gimplinger präsentiert Eindrücke von der Russlandreise (Quelle: OÖ Bauernbund)

Mehr als 180 Altbäuerinnen und Altbauern folgten, anlässlich des Bezirkstages der Altbauerngemeinschaft Schärding, der Einladung von Bezirksobmann ÖR Alois Gimplinger in den Saal des „Dorf.Wirtes“ in Dorf an der Pram. Zum diesjährigen Bezirkstag konnte ÖR Gimplinger, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Rudolf Greiner und LAbg. Präs. Johann Hingsamer als Referenten gewinnen.

Der zahlreichen Besuch zeigte einmal mehr, dass das Thema „Soziales und Pflege“ ein stets aktuelles Thema ist und es viele offene Fragen dazu in unserer Gesellschaft gibt.

Hofrat Dr. Rudolf Greiner präsentierte den Teilnehmern des Bezirkstages die Leistungen des Sozialhilfeverbandes Schärding, in dem alle 30 Gemeinden des Bezirkes vertreten sind. „Unser Sozialhilfeverband ist der regionale Anbieter sozialer Dienstleistungen für Menschen jeden Alters und in allen Lebenslagen im Bezirk Schärding,“ so der Bezirkshauptmann.

Als Obmann dieser wichtigen sozialen Einrichtung verwalten und geben wir für Bedürftige jährlich ca. 50 Mio. € aus. 391 Mitarbeiter finden im SHV eine Beschäftigung, wobei noch viele ehrenamtliche Mitarbeiter für die Versorgung im Bezirk einen maßgeblichen Beitrag leisten.  Mit den verschiedenen Einrichtungen, wie Rettungsdienst, Essen auf Rädern, mobile Heimhilfe etc. legen unsere Mitarbeiter ca. 800.000 km im Jahr zurück.

„Im Bezirk Schärding gibt es derzeit ca. 3.600 Menschen, die einer Pflege bedürfen und Pflegegeld beziehen. Trotz eines ständigen Ausbaues der auf inzwischen 391 stationären Pflegeplätze im Bezirk, können wir nicht alle Anfragen auf Aufnahme, in ein Pflegeheim erfüllen“, so der Bezirkshauptmann weiter.

LAbg. und Gemeindebundpräsident Hans Hingsamer berichtet in seinem Impulsreferat über die Herausforderungen der Gemeinden und dem Land OÖ. Zur Frage, wer die Kosten für die Auflösung des Pflege-Regresses bezahlen soll, stellte Präs. Hingsamer klar. „Ich werde mich als Präsident schützend und notfalls mit einer Klage vor die Gemeinden stellen, auf welche diese zusätzlichen Kosten nicht abgewälzt werden dürfen“. Im Bezirk Schärding haben wir durch dieses Gesetz, zusätzliche Kosten von ca. 800.000 €, die von den Gemeinden nicht übernommen werden können.

„Ein wesentlicher Meilenstein im Sozialbereich sind, die inzwischen gut ausgebauten mobilen Dienste. 88 % der Pflegegeldbezieher werden zuhause gepflegt. Die pflegenden Angehörigen liegen mir sehr am Herzen und müssen in Zukunft bestmöglich unterstützt werden“, so der Gemeindebund-Präsident weiter.

Um der steigenden Lebenserwartung gerecht zu werden, wurde im Landesbudget eine Erhöhung von jährlich 3 % im Sozialbereich beschlossen. Es werden 400 neue Plätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. In Österreich werden inzwischen mehr als 30 % aller Steuereinnahmen für den Sozialbereich ausgegeben. Der Sozialstandard in unserem Land zählt zu einem der höchsten in Europa.

Um der Jugend eine Zukunft zu geben und nicht mit neuen Schulden zu belasten, hat das Land OÖ. beschlossen, keine Neuverschuldung in Kauf zu nehmen und wird im heurigem Jahr 67 Mio. € an Schulden zurückzahlen.

Altbauern-Bezirksobmann ÖR Alois Gimplinger gab mit einer  Fotopräsentation Einblick in die  letztjährige Exkursionsfahrt der Altbauerngemeinschaft Schärding, nach Russland.

Bgm. ÖR Karl Einböck stellte den Besuchern seine Gemeinde Dorf an der Pram vor. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Bauprojekte durchgeführt, die zu einer zukunftsorientierten, positiven Ortsentwicklung beitragen -  Projekte mit Vorzeigecharakter!

Abschließend informierte Bezirksobmann-Stellvertreter Hubert Berndorfer über die geplanten Exkursionsfahrten der Altbauerngemeinschaft. Die nächste Exkursion wird vom 11. – 15. Juli nach Straßburg ins EU-Parlament führen. Im Rahmen dieser Fahrt ist auch ein Treffen mit EU-Abg. Paul Rübig geplant. Die Herbstreise wird ins benachbarte Bayern nach Würzburg und Bamberg gehen.

Zur Fotogalerie


nach oben