LR Hiegelsberger: Stalleinbrüche in keiner Weise tolerierbar

Klares Zeichen für mehr Rechtssicherheit gegen unbefugtes Eindringen in Ställen

Bildquelle: Land OÖ/Silber

Es ist in der Vergangenheit leider immer wieder vorgekommen, dass selbsternannte Tierschützer sich unbefugt Zutritt zu Ställen verschafft haben und mit manipuliertem, teils gefälschtem Video- und Fotomaterial die Tierhaltung in den heimischen Ställen in Misskredit gebracht haben. Bei diesen Stalleinbrüchen werden nicht nur die Tiere in eine absolute Stresssituation versetzt, auch bei den Bauernfamilien bleibt ein Gefühl des Unbehagens. Um auf landesgesetzlicher Ebene entsprechende Voraussetzungen zur Sanktionierung eines unbefugten Zutritts zu schaffen, wurde bei der  Landtagssitzung am 9. Juli ein entsprechender Antrag beschlossen. ''Mit dieser Initiative werden die Strafbestimmungen um einen weiteren Tatbestand des 'unbefugten Betretens, verunreinigen und beschädigen fremder Stallungen' ergänzt. Zum Schutz der Landwirtschaft und der bäuerlichen Familien'', so der Landesobmann des Oberösterreichischen Bauernbundes, LR Max Hiegelsberger, zur Beschlussfassung. Stalleinbrüche können künftig bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt und mit einer Verwaltungsstrafe geahndet werden. Der Bauernbund hat damit ein klares Zeichen für mehr Rechtssicherheit gegen unbefugtes Eindringen in Ställen gesetzt.

Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren unter strengsten lebensmittel- und hygienerechtlichen Auflagen, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Zusätzlich nehmen zahlreiche Landwirte freiwillig an Qualitätsprogrammen teil, um das Vertrauen in die Sicherheit der österreichischen Lebensmittel weiter zu steigern. ''Wir lassen uns die landwirtschaftliche Tierhaltung nicht schlechtmachen. Der Bauernbund stellt sich daher schützend vor unsere Bäuerinnen und Bauern“, betont Hiegelsberger, ''die Bedürfnisse der Tiere haben für uns immer Vorrang vor rein wirtschaftlichen Überlegungen.'' Landwirtschaft und Tierschutz gehen Hand in Hand. Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern leben nicht nur von, sondern insbesondere auch mit ihren Tieren. Sie arbeiten jeden Tag mit den Tieren und sind stets um deren Wohl bemüht.

Bezeichnend war das Verhalten der Grünen, die dem Antrag im Landtag nicht zustimmten. ''Damit haben die Grünen endgültig bewiesen, dass sie für die Bäuerinnen und Bauern nichts übrig haben und wohl parteipolitisch motivierte Interessen hinter ihrem Verhalten stecken'', kritisiert Hiegelsberger das Verhalten scharf. ''Oder wollen sie damit gar etwas verstecken?''

Image der Landwirtschaft

''Warum glauben aber viele Menschen solchen gestellten Bildern?'' stellt Hiegelsberger die Frage, um auch gleich die Antwort zu geben: ''ganz einfach: weil sie nicht wissen wie es in einem Stall heute in Wirklichkeit aussieht. Daher müssen sie den Bildern glauben.'' Die Landwirtschaft muss daher die Initiative ergreifen und zeigen, wie in den Ställen gearbeitet wird. Wenn das geschehen würde, hätten solche gestellten Aufnahmen keine Chance mehr. Das Bild, das die Öffentlichkeit von unseren Betrieben hat, ist ausschlaggebend für das Kaufverhalten der Gesellschaft. Ethik und Tierwohl entscheiden meist, ob Fleisch gegessen wird oder nicht. ''Hier braucht es das verstärkte Zugehen auf die Gesellschaft, wir müssen die Landwirtschaft wieder real herzeigen und leidenschaftlich diskutieren'', will Hiegelsberger einen offenen und sachlichen Dialog mit der Gesellschaft führen.


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