Appetit auf Fisch: Land OÖ fördert regionale Produktion

Regionalität und Qualität gewinnen immer mehr an Bedeutung

Bildquelle: Land OÖ/Linschinger

Bildquelle: Land OÖ/Linschinger

„Die Bevölkerung legt viel Wert auf gesunde Ernährung und hat daher auch großen Appetit auf frischen Fisch: Der Konsum ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 40 Prozent gestiegen. Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher lassen sich jedes Jahr zirka sieben bis acht Kilo Fisch bzw. Fischprodukte schmecken‘‘, berichtet Landesrat Max Hiegelsberger.  Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat sich der Fischkonsum in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt – Tendenz steigend. Das Gesundheitsbewusstsein spielt dabei eine bedeutende Rolle. Die oberösterreichischen Konsumentinnen und Konsumenten wiederum legen das Augenmerk verstärkt auf die Herkunft. „Auch Fisch profitiert von der wachsenden Nachfrage nach regionalen und hochqualitativen Produkten“, ortet Hiegelsberger in diesem Bereich großes Potential und Chancen für die heimische Landwirtschaft.

Die oberösterreichischen Betriebe produzieren in rund 85 Zuchtanlagen jährlich insgesamt 670 Tonnen Speise- und Besatzfische, davon rund 630 Tonnen Salmoniden (vorrangig Regenbogen- oder Bachforelle bzw. Saibling) und rund 40 Tonnen Karpfen (Quelle: Statistik Österreich).

„Neben der EU-kofinanzierten Förderung gibt es auch noch das Landesförderprogramm ‚Bäuerliche Fischproduktion'“, berichtet Hiegelsberger. „Dabei werden die Errichtung und die Sanierung von Fischteichanlagen und Hälterbecken sowie Schutzeinrichtungen zur Abwehr von fischfressenden Tieren durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss aus Landesmitteln gefördert. Diese Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel: die Erhöhung des regionalen Angebots von frischen und heimischen Fischen.“

Gefördert werden Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe mit Sitz in Oberösterreich. Die Förderhöhe liegt bei der Errichtung und Sanierung von Fischteichanlagen und Hälterbecken bei 30 Prozent und bei den Schutzeinrichtungen zur Abwehr fischfressender Tiere bei 50 Prozent.

Ebenso stehen Mittel aus dem aktuellen 4. Förderprogramm „Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF) 2014 -2020“ zur Verfügung. „Neu beim EMFF 2014-2020 ist, dass die Auszahlung der Fördermittel an die Förderwerber durch die Agrarmarkt Austria (AMA) erfolgt, als zentrale Datenbank verwaltet sie auch die einzelnen Vorhaben“, berichtet Landesrat Hiegelsberger weiter. Die eingereichten Projekte unterlaufen nun zudem einem Auswahlverfahren mit Auswahlkriterien und Punktevergabe und einer zu erreichenden Mindestpunktezahl von 5.

Der Förderantrag und weitere Informationen dazu stehen auf der Homepage des Landes Oberösterreichhttp://www.land-oberoesterreich.gv.at/– zum Download zur Verfügung. Der Antrag liegt auch in der Abteilung Land- und Forstwirtschaft auf und wird auf Wunsch elektronisch übermittelt.

 


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