LK-Vollversammlung: Fokus auf Neugestaltung der GAP

Am Mittwoch, 15. März 2017, tagte die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Foto: BZ/Pichler

Präsident Reisecker geht in seinem Bericht auf die Schwerpunkte für die Neugestaltung der GAP ein. "Alle Landwirtinnen und Landwirte sind aufgerufen, sich an der öffentlichen Konsultation zu beteiligen. Die Expertise und die Erfahrung der Betriebe muss hier aktiv mit einfließen“, so Präsident Franz Reisecker in der Vollversammlung. Einstimmige Beschlüsse bezüglich der Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe im Rahmen der neuen GAP und die Förderung des Breitbandausbaus wurden gefasst.

Mitgestalten – Zukunft der GAP 2020+

Die Forderungen sind klar: Das Agrarbudget muss gesichert sein, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe im internationalen Umfeld auch weiterhin zu gewährleisten. Die bisherigen Maßnahmen der GAP sollen weiterentwickelt werden. Gefordert werden eine EU-weite Degression bei den Flächenzahlungen, sowie eine Differenzierung zwischen Tierhaltern und Nicht-Tierhaltern. Dadurch wird eine Stärkung der kleinen und mittleren Betriebe, sowie der flächengebundenen Tierhaltung erreicht. Der Erhalt des Zwei-Säulen-Modells wird aus österreichischer Sicht befürwortet, ist jedoch auf EU-Ebene umstritten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vereinfachung der GAP etwa durch Flächenzahlungen anstatt des bisherigen Systems der Zahlungsansprüche. Gefordert werden weiters eine Beschränkung der Cross Compliance-Kontrollparameter und eine Vereinfachung der Förderungsabwicklung von investiven Maßnahmen im Programm zur ländlichen Entwicklung. Die Bergbauern-Ausgleichszulage und das Agrarumweltprogramm sind für benachteiligte Gebiete unverzichtbar. Die Förderung von Junglandwirten muss ein weiterer Schwerpunkt sein.

Uneinigkeit und politische Willkür von FB und UBV

Ein Antrag für die Ausnahmeregelungen in der Tierschutznovelle wurde von den Freiheitlichen Bauern eingebracht. „Die FPÖ-Kammerräte sollten lieber mit ihren Kollegen auf Bundesebene reden, anstatt hier fadenscheinige Anträge einzubringen“, so Fraktionsvorsitzender Karl Grabmayr. Die FPÖ lehnte das Tierschutzpaket, gemeinsam mit Grünen und Team Stronach, nämlich ab.

Die Ablehnung der Anträge des UBV, ist darin begründet, dass diese unrealistisch, auf Gerüchten basierend oder schon erledigt seien, so Karl Grabmayr. Die gewohnte Antragsflut des UBV wäre in Anbetracht dieser Tatsache nicht nötig gewesen. Man kann nur hoffen, dass die Appelle an die Vernunft der UBV-Kammerräte auf fruchtbaren Boden fallen. Denn die inhaltliche Wirkung bleibt leider (wieder einmal) aus.

Zum ausführlichen Bericht in der BauernZeitung geht es hier.

Sehen sie auch LK-Präsident Reisecker zur Neugestaltung der GAP 2020+. Hier geht’s zum Video.


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