Gründung und Geschichte

Der Gründung des Bauernbundes sind 1919 sind soziale Not, Überschuldung und Abwanderung aus den ländlichen Regionen vorausgegangen. Erster Obmann vom OÖ Landesbauernbund war Josef Waldl. Die politische Bewegung für Bauern und Kleinhäusler wurde im Laufe der Jahre durch die Gruppe von Nebenerwerbsbauern und Angestellten im agrarischen Bereich erweitert. Als eifrigster Initiator dieser breit gefächerten Aufbauarbeit der Bauernbundorganisation gilt Felix Kern (1892-1955), Sohn eines Baumeisters, Mitbegründer und erster Direktor des OÖ Bauernbund. Kern begründete 1934 eine Sektion für Landarbeiter, 1935 für die Forstarbeiter und 1936 eine Sektion für landwirtschaftliche Angestellte.

Bauernbund und Bauerbote

Das Kriegsende und der Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie brachten im November 1918 schwere Unruhen in das Land. Aus dieser Situation heraus kam es zu ersten Bemühungen, einen christlichen Bauernverein zu schaffen. Dies gelang 1919 mit der Gründung des Bauernbundes und einer eigenen Vereinsschrift mit dem Titel "Bauernbote".

Produktivität der Landwirtschaft nimmt zu

Durch die Weiterbildung der Bauern und ihre besseren Betriebsmittel aus Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz und Landtechnik konnten die Erträge schrittweise verbessert werden. Rasch ging auch der Aufbau der Bauernbundorganisation vor sich. Bereits im November 1923 gehörten dem OÖ Bauernbund über 20.000 Stammmitglieder und über 1.000 Familienmitglieder an.

Geld, Milch und Ware gehen den Weg Raiffeisens

Molkereien, Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften, gegründet von den Bauern, entwickelten sich mit steigender Produktion zu modernen Wirtschaftsorganisationen, bleiben aber dennoch bodenständige Nahversorger im ländlichen Raum.

Der Sozialbereich ist ein besonderes Anliegen

Mit dem Familienlastenausgleichsgesetz wurde 1954 die Kinderbeihilfe auch für selbstständige Landwirte und Gewerbetreibende eingeführt. Mit dem Zuschussrentenversicherungsgesetz wurde 1957 die Grundlage für das bäuerliche Pensionssystem geschaffen, erst 1965 kam der gesetzliche Krankenversicherungsschutz für die Landwirtschaft dazu. Bis heute wurden für unsere bäuerlichen Familien viel erreicht: Bäuerinnenpension, Pflegegeld, Kinderbetreuungsgeld, Wochengeld und Betriebshilfe sind wichtige Meilensteine.

Erfolgreich in die Zukunft

Unsere Bäuerinnen und Bauern sicher die Ernährung, die Produktion von Futtermitteln, die Ressourcen Wasser und Boden, Arbeitsplätze in den Regionen und die typisch oberösterreichische Kulturlandschaft. Aufgrund starker Marktschwankungen in fast allen Bereichen der landwirtschaftlichen Produktion, gewinnt die politische Absicherung der Direktzahlungen und die Bindung der Konsumenten an die heimische Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Der OÖ Bauernbund ist auch in Zukunft als dynamische und nachhaltige Kraft für die heimische Landwirtschaf und den ländlichen Raum tätig.

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