OÖ. Jungbauernschaft trifft Agrarspitze

Veröffentlicht von OÖ Bauernbund am

Educa, das Bildungsprogramm der oberösterreichischen Jungbauernschaft im OÖ Bauernbund, führte die „Bäuerinnen und Bauern von morgen“ kürzlich nach Wien.

Diskutieren und Netzwerken hieß es vor Kurzem wieder für die Educa-Teilnehmerinnen- und Teilnehmer. Im Zuge des zweiten Moduls der facettenreichen Fortbildungsmöglichkeit ging es für eine zweitägige Exkursion in die Bundeshauptstadt. Dabei traf man auf wichtige Akteure der Agrarpolitik und erhielt die Möglichkeit, mit ihnen auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen.

Netzwerk für die Zukunft

Bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums Österreich & Europa in Wien, das heuer unter dem Motto „Schnäppchenjagd im Feinkostladen – der wahre Preis billiger Landwirtschaft“ steht, konnten sich die Educa-Teilnehmer ein Bild über die aktuelle Themenlage verschaffen. Die Wintertagung zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen des Agrarbereiches bzw. der Agrarpolitik.

Besonders heiß diskutiert wurde heuer das Thema Lebensmittelpreise und deren Wirkung auf die Inflation. Der Direktor des WIFO Gabriel Felbermayr betonte dabei, dass die österreichische Landwirtschaft mit Sicherheit nicht der Preistreiber sei.

Ein ebenso großes Thema der Wintertagung war die Resilienz der Landwirtschaft und welche Bedeutung sie in Krisenzeiten hat. Dazu berichtete Generalmajor Peter Vorhofer über die entscheidende Rolle landwirtschaftlicher Betriebe in Ausnahmesituationen und darüber, was jeder Betrieb für sich selbst tun kann, um krisenfester zu werden.

Exklusive Termine

Am zweiten Exkursionstag wurde das Parlament besucht. Bauernbund-Präsident NR Georg Strasser empfing die jungen Agrarierinnen und Agrarier und betonte dabei, wie wichtig Ausbildung und Weiterbildung seien. Das Educa-Programm stehe seit mehr als 15 Jahren für ein Bildungsangebot der besonderen Art und richte sich speziell an Junglandwirtinnen und Junglandwirte sowie an junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum.
Neben der Parlamentsführung war es auch möglich, an einer Nationalratssitzung teilzunehmen und die Diskussion live mitzuerleben.

Anschließend ging es weiter zum Büro des Österreichischen Bauernbundes, wo die Teilnehmer über die vielfältige Arbeit informiert wurden.

Einblicke in die Strukturen

Ein Gespräch mit Ferdinand Lembacher, dem Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich, bot wertvolle Einblicke in die Arbeit einer zentralen Interessenvertretung der Landwirtschaft. Thematisiert wurden dabei insbesondere die Struktur der Präsidialkonferenz sowie die Möglichkeiten der Landwirtschaftskammer Österreich, auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen.