OÖ Bauernbund: Agrar-Strategierunde mit Landeshauptmann Thomas Stelzer

Ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft stand im Mittelpunkt eines hochrangigen Austausches zwischen Landeshauptmann Thomas Stelzer, BB-Landesobfrau LRin Michaela Langer-Weninger, LK-Präsident Franz Waldenberger, Bauernbunddirektor Wolfgang Wallner sowie den Bezirksobleuten des OÖ Bauernbundes. Im Zentrum des Gesprächs standen faire Rahmenbedingungen für bäuerliche Betriebe, eine transparente Herkunftskennzeichnung und konsequente Kontrollen bei Lebensmittelimporten.
„Wer täglich hochwertige Lebensmittel produziert, muss davon auch leben können“, betonte Langer-Weninger im Rahmen des Termins. Die Bäuerinnen und Bauern in Oberösterreich stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und hohe Standards in Tierhaltung und Pflanzenbau. Diese Leistungen müssen sich auch wirtschaftlich rechnen. Voraussetzung dafür seien stabile politische Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen im europäischen und internationalen Vergleich.
Gleichzeitig, so die einhellige Meinung der Gesprächspartner, haben Konsumentinnen und Konsumenten ein Recht auf volle Transparenz. „In österreichischen Regalen dürften daher nur Produkte gelistet sein, die unseren hohen heimischen Standards entsprechen – mit einer klaren Herkunfts-Kennzeichnung. Das soll nicht nur für Frischware, sondern ausdrücklich auch für verarbeitete Lebensmittel sowie für Speisen in der Gastronomie gelten“, betont Bauernbunddirektor Wolfgang Wallner.
Herkunftskennzeichnung und Standards
Der OÖ Bauernbund fordert daher die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung. Nur so könne echte Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichergestellt werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein konsequenter Importstopp für sogenannte „Ramschlebensmittel“. Produkte, die nicht den in Österreich und der EU geltenden Standards entsprechen, dürften weder importiert noch im Lebensmitteleinzelhandel gelistet werden. „Gleiche Standards müssen auch für importierte Waren gelten“, so die klare Forderung.
Dazu brauche es strenge und lückenlose Kontrollen importierter Lebens- und Futtermittel – insbesondere im Hinblick auf Rückstände von in Europa verbotenen Pflanzenschutzmitteln, illegale Wachstumshormone, Antibiotikarückstände und Gentechnik. Nur durch konsequente Überprüfung kann Fairness im Wettbewerb gewährleistet werden.
Darüber hinaus diskutierte der OÖ Bauernbund eine verstärkte Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe sowie die Unterstützung des Landeshauptmannes bei der Anhebung des Anteils regionaler Lebensmittel in öffentlichen Küchen auch in anderen Bundesländern – nach dem Vorbild Oberösterreichs.
Landeshauptmann Thomas Stelzer sicherte zu, sich weiterhin auf Landes- und Bundesebene für diese Anliegen einzusetzen. „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind ein unverzichtbarer Teil Oberösterreichs – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich“, so Stelzer. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung zu stärken, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten nachhaltig zu sichern.