Für Annemarie Brunner bedeutete der politische Alltag als aktive Landesbäuerin und Abgeordnete, Gespräche, Diskussionsveranstaltungen, Sitzungen und Interviews. Sie lebte für ihr Amt und absolvierte dies immer gerne und ohne dabei ihr typisches Lächeln zu verlieren. 

Aber auch die landwirtschaftliche Arbeit machte ihr große Freude. Wie die Feldfrüchte wachsen und gedeihen, aber auch wenn Ferkel zur Welt kommen, das sind Momente, die mir sehr viel bedeuten“, betonte sie in Gesprächen immer wieder.

Sehr gerne war ihre helfende Hand auch im familiären Schweinezucht- und Mastbetrieb gesehen. „Zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen, aber auch den nötigen Freiraum zu geben, ist mein Erfolgsrezept für ein gelungenes Zusammenleben am Hof“, betonte Annemarie Brunner.

Möge der Himmel die schönste deiner Wohnungen sein!
Wir werden dich nie vergessen.

Die verstärkte Einbindung der Frauen und Bäuerinnen in Entscheidungsprozesse und die Besetzung von wichtigen Schlüsselpositionen, war ihr wichtig.

Vorne stehen, mitdenken, mitreden und mitentscheiden hielt Annemarie Brunner für äußerst wichtig für Frauen und für Bäuerinnen. Dazu braucht es Mut, diesen Mut versuchte sie, in ihrer Tätigkeit zu vermitteln und zu stärken. „Es muss selbstverständlich sein, dass die Bäuerinnen selbst für ihre Anliegen und die ihrer Berufsgruppe sprechen“, war ihre Überzeugung.

Für ihre Bäuerinnen und Funktionärinnen war sie eine gute Zuhörerin mit viel Lebenserfahrung, die auch schwierigen Situationen etwas Positives abgewinnen konnte.

All diese Zutaten ergaben ein Leben in Verbundenheit mit der Natur, der Familie und ihrer Arbeit – als Wegbereiterin für die Zukunft der Bäuerinnen.

Annemarie Brunner war begeisterte Bauernbündlerin. Sie wird uns sehr fehlen.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt ihrer Familie, die so tragische Verluste zu verkraften hat.

LAbg. LKR ÖR Annemarie Brunner

  • Bezirksbäuerin von Juli 1996 – Oktober 2002
  • Landesbäuerin von September 2002 – Oktober 2019
  • Seit 2002 war Annemarie Brunner Landesbäuerin von Oberösterreich. Ihr war es stets ein besonderes Anliegen, alle Bäuerinnen anzusprechen, deren unternehmerische Kompetenzen zu fördern und die Arbeit der Bäuerinnen sowie deren gesunde Produkte der Gesellschaft greifbar zu machen.
  • Stellvertreterin des Bauernbund Landesobmannes
  • Von 2003 bis jetzt war sie zudem Landwirtschaftskammerrätin und Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates in der OÖ Landwirtschaftskammer
  • Landtagsabgeordnete im OÖ Landtag von Oktober 2003 bis Jänner 2020