Auf Bestreben von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger konnte mit dem Dachverband der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ), den einzelnen Verbänden, den Vertretern der Bundesländer sowie der Landwirtschaftskammer beim heutigen Runden Tisch ein Pakt für mehr Tierwohl in der Landwirtschaft beschlossen werden.

Die österreichische Landwirtschaft hat sowohl beim Tierwohl als auch bei der Qualität der Lebensmittel weltweit die höchsten Standards. Die Tierschutzorganisation „World Animal Protection“ weist Österreich unter 50 Staaten weltweit mit dem Platz 1 hinsichtlich der Tierwohlstandards aus. Ebenso in der Kategorie der am nachhaltigsten produzierenden Landwirtschaft nimmt Österreich weltweit eine Vorreiterrolle ein. „Unsere heimische Landwirtschaft ist jetzt schon international betrachtet in verschiedenen Bereichen spitzenmäßig unterwegs. Österreich wird dadurch für andere Länder immer mehr zum Vorbild. Damit diese Vorreiterrolle noch weiter ausgebaut werden kann, stellt der Bund künftig jährlich 120 Millionen Euro Förderungen für Investitionen in tiergerechte Haltungssysteme zur Verfügung. Als stärkstes Agrarbundesland wird dies für Oberösterreich bzw. seine Bäuerinnen und Bauern entsprechend tragend werden. Um mehr Tierwohl zu erreichen, wird auf Unterstützung beim Neu- bzw. Umbau von tierwohlgerechten Ställen und nicht auf Verbote gesetzt. Ein Miteinander ist immer zielführender als ein Gegeneinander“, so OÖ Bauernbund Landesobmann LR Max Hiegelsberger.

Auch die Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ Michaela Langer-Weninger begrüßt das Ergebnis des heute stattgefundenen Runden Tisches in Wien. „Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren nach den höchsten Standards. Mehr Tierwohl kann nur durch beispielsweise unterstützende Anreize bei Stallbauvorhaben und nicht durch Verbote erreicht werden. Nicht zuletzt muss auch bei den Konsumenten das Bewusstsein für heimische Spitzenqualität, wie etwa bei Kalbfleisch, geschärft werden“, betont Langer-Weninger.

Mehr Tierwohl muss auch gekauft werden

Der „Pakt für mehr Tierwohl“ ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die höheren Standards führen aber auch zu höheren Produktionskosten und folglich auch zu höheren Preisen. Eine weitere Verbesserung kann nur gelingen, wenn die Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind diese Lebensmittel auch zu kaufen und mehr dafür zu bezahlen.

„Die Tierwohl-Produkte müssen daher bewusst beworben werden. Denn was nützen höhere Standards und Produktionsformen, wenn niemand bereit ist mehr dafür zu bezahlen“, fordert Hiegelsberger die Konsumenten auf bewusst einzukaufen.

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