„Eingemacht“ in die kalte Jahreszeit: Schätze aus der Bäuerinnen-Speis

Veröffentlicht von OÖ Bauernbund am

Die Bäuerinnen im OÖ Bauernbund sind die Expertinnen beim Thema Lebensmittel. Auch wenn es ums Haltbarmachen dieser geht. Aus Früchten des Sommers und Herbstes entstehen wunderbare Marmeladen, Chutneys und vieles mehr. Fünf Bäuerinnen verraten ihre liebsten Einmachrezepte, geben Tipps rund ums Einmachen und erzählen, warum für sie das Einmachen und Einkochen so wertvoll ist.

Haben Sie schon einmal einen Blick in eine Bäuerinnenspeis gemacht? Da strahlt die herrlich rote Erdbeermarmelade mit der dunklen edlen Brombeermarmelade um die Wette, gleich daneben haben sich unzählige Kirschen, Pflaumen und Ringlotten in enge Gläser gequetscht, darunter locken pikante Gurken, feinst geschnittenes Paprikagemüse, feurige Chutneys und im Eck steht das gärende Sauerkrautfass. Es ist, als hätte man die unbändige Lust des heißen Sommers und den Geschmack des goldenen Herbstes hier in den Regalen der Speisekammer eingefangen, um sich an grauen Novembertagen und kalten Dezemberabenden daran zurückerinnern.

Aber zurück aus den Träumereien und hinein in die Küche: Dort wartet nämlich die Arbeit, die diese genussvollen Kostbarkeiten erst möglich machen. Und ja, man muss schon ein bisschen Liebe zum Selbstmachen haben (oder entdecken), denn ganz „im Handumdrehen“ geht das Ganze nicht. „Die Freude kommt aber bestimmt spätestens dann, wenn man seine selbstgemachte Marmelade oder sein Chutney zum ersten Mal genießt“, sagt Landesbäuerin Johanna Haider.

Verwenden (und haltbar machen) statt verschwenden: Tag der Lebensmittelverschwendung, Welternährungstag und Tag des Brotes

Neben dem „Selbst gemacht schmeckt es halt doch am besten“-Motto gibt es aber noch viele andere Gründe, warum Einkochen Sinn macht. „Was vor der Haustüre wächst, brauche ich nicht im Supermarkt besorgen. Mit dem Haltbarmachen von heimischem Obst und Gemüse brauche ich im Winter keine teuren Vitamine von weit her kaufen“, sagt Haider. Den Bäuerinnen ist natürlich auch wichtig, dass nichts verdirbt oder weggeworfen wird. „Das sollte eigentlich generell ein Selbstverständnis sein. Unsere Lebensmittel sollen die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen. Es steckt viel Arbeit, Hingabe und Zeit in jedem Lebensmittel, das wir Bäuerinnen und Bauern produzieren.“ Haider erinnert an den Welttag der Lebensmittelverschwendung, der erst kürzlich (am 29. September 2021) begangen wurde: „133 Kilogramm Lebensmittel mit einem Wert zwischen 250 und 800 Euro werden jedes Jahr in privaten Haushalten weggeschmissen. Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse werden am häufigsten entsorgt.“

Auch der Welternährungstag und der Tag des Brotes stehen am 16. Oktober im Kalender. „Auch diese Tage sind ein guter Zeitpunkt, um das Thema der bewussten Ernährung in den Mittelpunkt zu rücken. „Werden Speisen selbst zubereitet oder zB eben Gemüse und Früchte selber eingekocht, dann steigt auch das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel insgesamt“, ist Haider überzeugt.

Einmachrezepte und Einmachtipps von Landesbäuerin Johanna Haider und den Bezirksbäuerinnen aus dem Traunviertel

Fünf Bäuerinnen verraten ihre liebsten Einmachrezepte, geben Tipps rund ums Einmachen und erzählen, warum für sie das Einmachen und Einkochen so wertvoll ist.

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  • Dirndl-Chutney: privat